Wachsende Zuversicht bei Schweizer Exportunternehmen

Die Aussichten für die Schweizer Exportindustrie haben sich weiter aufgehellt. So präsentiert sich die ausländische Nachfragesituation so gut wie seit fünf Jahren nicht mehr. Entsprechend optimistisch zeigen sich die Unternehmen.
17.01.2017 09:30

Die Industriekonjunktur in den Abnehmerländern der Schweizer Exporteure hat sich weiter verbessert. Das zeigt das am Dienstag veröffentlichte Exportbarometer der Grossbank Credit Suisse. Mit 1,72 Punkten notiert es so hoch wie seit Ende 2011 nicht mehr.

Das hat sich auch positiv auf die Stimmung der Schweizer Exportunternehmen ausgewirkt. Sie schätzen ihre Exportchancen zurzeit optimistischer ein als in den letzten Quartalen. Der KMU-Exportstimmungs-Index der Förderorganisation Switzerland Global Enterprises (S-GE) hat mit 66,1 Punkten wieder das Niveau vor dem Frankenschock erreicht.

CHINA UND INDIEN MIT WACHSENDER NACHFRAGE

Die Credit Suisse erklärt dabei diese Aufhellung mit dem breit abgestützten Aufschwung der weltweiten Industrie. Insbesondere dürfte laut CS in China und Indien die Nachfrage nach Schweizer Produkten stark wachsen. Aber auch die USA sollen 2017 weiter eine Exportlokomotive bleiben. In der Umfrage von S-GE haben die rund 200 Schweizer Unternehmen sogar angegeben, dass sie das stärkste Exportwachstum in die Region Nordamerika erwarten.

Wachstumsimpulse erwarten die befragten Unternehmen und die Grossbank aber auch aus der EU und auch aus dem Iran. Bei der Frage, in welchen Märkten die KMU neu aktiv werden möchten, wurde die Islamische Republik mit deutlichem Abstand am häufigsten genannt.

Gemäss S-GE rechnen in sechs der acht untersuchten Industriebranchen die KMU mit steigenden Ausfuhren. Insbesondere die Unternehmen aus den Sektoren Maschinenbau, Dienstleistungen und Präzisionsindustrie würden optimistisch ins kommende Quartal starten, heisst es in der Mitteilung. Sie erwarteten ein Wachstum von über 3 Prozent. Pessimistisch dagegen seien die Unternehmen aus den Sektoren Papier und Konsumgüter. Sie gingen von rückläufigen Exporten aus.

dm

(AWP)