Weiter schwache Inflation in China - Produzentenpreise ziehen weiter an

In China bleibt die Entwicklung der Verbraucherpreise weiter schwach. Sie seien im September um 1,6 Prozent gestiegen, teilte das nationale Statistikamt am Montag in Peking mit. Im August hatte der Anstieg noch 1,8 Prozent betragen. Experten hatten damit gerechnet, dass sich der Preisauftrieb im September wieder verlangsamt.
16.10.2017 06:30

Damit bleibt die Inflation weiter deutlich hinter den Regierungsvorgaben von drei Prozent zurück. Dies ist ein Hinweis auf eine anhaltende ökonomische Schwäche in der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt. Zugleich bietet sich der Notenbank Spielraum, die Wirtschaft mit einer anhaltend lockeren Geldpolitik zu unterstützen.

Etwas Belebung könnte es bald durch weiter stark anziehende Preise auf Produzentenebene geben. Diese zogen im September um 6,9 Prozent an. Damit lag der Anstieg bei diesem Indikator über den Erwartungen der Volkswirte und dem Plus im August.

Die Preise, die Hersteller für ihre Produkte erhalten, bewegen sich mittlerweile wieder auf höherem Niveau, nachdem sie wegen hoher Überkapazitäten in der chinesischen Industrie lange Zeit gefallen waren.

China steht gegenwärtig vor zahlreichen wirtschaftlichen Herausforderungen. Dazu zählen die kontrollierte Rückführung der extrem hohen Kreditvergabe, die gesteuerte Abkühlung des Immobilienmarkts und die Fortführung der angestossenen Neuausrichtung des Wirtschaftsmodells./zb/mne

(AWP)