Aktien Frankfurt Ausblick: Anleger könnten nach Rally erste Gewinne mitnehmen

Nach seinem Rekordsprung am Vortag wird der Dax am Donnerstag zum Auftakt etwas tiefer erwartet. Eine knappe Stunde vor dem Handelsstart stand der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex 0,09 Prozent niedriger bei 13 454 Punkten.
02.11.2017 08:06

"Nach der imposanten Rallye mangelt es an neuen Impulsen", schrieb Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners in einem Marktkommentar. Erste Investoren gingen auf Nummer sicher und realisierten einen Teil ihrer Gewinne. Anleger sollten folglich auf der Hut sein, riet der Portfolio-Manager.

Die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed, die sich die Möglichkeit einer Anhebung im Dezember offenhielt, spielte an den Märkten zunächst kaum eine Rolle.

Neben guten Vorgaben der Wall Street hatten zuletzt vor allem der etwas schwächere Eurokurs sowie positive Signale zur Wirtschaftsentwicklung dem Aktienmarkt hierzulande Rückenwind geliefert. Am Donnerstag richten sich die Blicke nun auf Daten zur Industriestimmung in der Eurozone. Gegen Mittag steht dann der Zinsentscheid der Bank of England an.

Bei den Einzelwerten dürfte weiterhin die Berichtssaison die Akzente setzen. Aus dem Dax haben vorbörslich die beiden Gesundheitskonzerne Fresenius und FMC Ergebnisse für das dritte Quartal veröffentlicht. Beim Krankenhausbetreiber Fresenius liegt der operative Gewinn (Ebit) etwas unter der Konsensprognose von Analysten. Beim Broker Lang & Schwarz lag die Aktie vorbörslich leicht unter dem Schlusskurs vom Vortag. Beim Dialysedienstleister FMC lag der Nettogewinn leicht über den Erwartungen. Vorbörslich trat der Kurs der Aktie auf der Stelle.

Ähnlich unbewegt zeigten sich die Papiere von Hugo Boss vorbörslich. Der Modekonzern hat die Prognose für den operativen Gewinn (Ebit) in diesem Jahr erhöht. Der Kurs war zuletzt auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren geklettert.

Papiere von Pfeiffer Vacuum legten vorbörslich um 1,6 Prozent zu. Sowohl Umsatz als auch operativer Gewinn (Ebit) des Herstellers von Vakuumpumpen haben die Erwartungen übertroffen. Aktien von Drägerwerk gaben hingegen vorbörslich um 1,5 Prozent nach. Der Hersteller von Medizintechnik hat beim Umsatz im dritten Quartal die Erwartungen erfüllt./bek/jha/

(AWP)