Aktien Frankfurt Ausblick: Dax kommt zum Wochenschluss etwas zurück

Der Wochengewinn des Dax von bislang mehr als 2 Prozent dürfte am Freitag etwas abschmelzen: Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte rund eine Stunde vor dem Handelsstart einen Verlust von 0,39 Prozent auf 12 013 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 dürfte ebenfalls etwas tiefer starten.
03.03.2017 08:22

Die Wall Street hat die Korrektur ihrer Rekordrally bereits begonnen - und in der Folge am Morgen auch die asiatischen Börsen. Nach einem Höchststand von 21 169 Punkten am Donnerstag war der Dow Jones Industrial tags zuvor wieder auf rund 21 000 Punkte zurückgefallen.

ALLE AUFMERKSAMKEIT AUF JANET YELLEN

Vor allem der Konjunkturkalender ist am Freitag prall gefüllt - mit Einkaufsmanagerindizes im Fokus. "Vorabschätzungen in Frankreich und Deutschland hatten positiv überrascht und der Index in der Eurozone ist auf 55,6 Punkte gestiegen - den höchsten Stand seit 2011. Insofern sind die Vorgaben für Spanien und Italien positiv", hiess es bei der Landesbank Helaba.

Auch Reden von US-Notenbankern stehen wieder an. Marktseitig ist eine weitere Leitzinserhöhung im März der Helaba zufolge mehrheitlich eingepreist - Fed-Vizepräsident Stanley Fischer und Notenbank-Chefin Janet Yellen hätten nun Gelegenheit, hier für Klarheit zu sorgen.

Dabei habe Yellen das letzte Wort, ergänzten die Devisen-Experten der Commerzbank. Die Aufmerksamkeit dürfte wohl allein auf sie gerichtet sein.

FREENET ÜBERZEUGT

Hierzulande geht die Berichtssaison der Unternehmen in eine neue Runde. So hätten die vorläufigen Jahreszahlen des Mobilfunkdienstleisters Freenet die Erwartungen übertroffen, sagte ein Händler. Überrascht hätten zum Beispiel der Barmittelzufluss und der durchschnittliche monatliche Umsatz. Auf der Handelsplattform Tradegate stiegen die Aktien gegenüber dem Xetra-Schlusskurs am Donnerstag um gut 1 Prozent.

Der Lübecker 3D-Drucker-Hersteller SLM Solutions übertraf die im Dezember gekappte Umsatzprognose für 2016 leicht. Die Konzernspitze hatte die Prognosesenkung auf die gescheiterten Übernahmeverhandlungen mit General Electric (GE) zurückgeführt.

KLÖCKNER & CO NACH STUDIE UNTER DRUCK

Der Immobilienkonzern Alstria Office rechnet 2017 wegen wegfallender Mieteinnahmen aufgrund des Verkaufs von Objekten mit einer schwächeren Entwicklung als zuletzt. Auf Tradegate gaben die Anteilsscheine rund ein halbes Prozent nach.

Schliesslich fielen die Aktien von Klöckner & Co auf Tradegate um fast 1,5 Prozent. Die US-Bank Goldman Sachs hatte die Kaufempfehlung für die Papiere des Stahlhändlers gestrichen. Die Aufwärtsdynamik der Stahlpreise lasse nach, schrieb Analyst Eugene King./la/fbr

(AWP)