Aktien Frankfurt Ausblick: Dax vor Sprung über 12000-Punkte-Marke

Nach seinem Befreiungsschlag am Vortag dürfte der Dax am Mittwoch die viel beachtete Marke von 12 000 Punkten angreifen. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte am Morgen ein Plus von 0,23 Prozent auf 11 995 Punkte. Tags zuvor war das Börsenbarometer bis zum Handelsschluss so hoch wie zuletzt im April 2015 gestiegen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird mit einem Gewinn von 0,27 Prozent erwartet.
22.02.2017 08:26

Frische Impulse könnte zur Wochenmitte die Berichtssaison der Unternehmen liefern. So öffneten im Dax der Pharma- und Chemiekonzern Bayer , der Medizinkonzern Fresenius sowie dessen Dialysetochter FMC ihre Bücher. Auf der Konjunkturseite richten sich die Blicke auf das Ifo-Geschäftsklima, die Verbraucherpreise aus der Eurozone sowie neue US-Immobilienmarkt-Daten aus den USA. Am Abend folgt dann noch das Protokoll zur Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed.

Mit dem Sprung über wichtige Barrieren scheine für den Dax der Weg Richtung Norden nun frei zu sein, sagte Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar. Mittelfristig sei ein weiterer Durchmarsch durchaus zu erwarten, Rückschläge sollten aber einkalkuliert werden.

BAYER-ZAHLEN KOMMEN NICHT GUT AN

Bayer-Aktien fielen vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate um 1,1 Prozent gegenüber dem Xetra-Schlusskurs vom Vortag. Der Konzern steigerte Umsatz und Gewinn im abgelaufenen Jahr geringer als von Analysten erwartet. Vor der geplanten Rekordübernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto blicken die Leverkusener zuversichtlich ins neue Jahr.

Die Papiere von Fresenius stiegen auf Tradegate hingegen um 0,7 Prozent. Der Medizinkonzern steigerte 2016 Gewinn und Umsatz. Besonders gut lief es bei der ebenfalls im Dax notierten Dialyse-Tochter FMC. Bei der Flüssigmedizinsparte Kabi trübten Währungseffekte die Entwicklung etwas. Im laufenden Jahr will der Konzern weiter zulegen. Ein Händler bezeichnete die Kennziffern am Morgen als gemischt, den Ausblick aber besser als erwartet.

THYSSENKRUPP DEUTLICH FESTER NACH STAHLWERKS-VERKAUF

Die Aktien von Thyssenkrupp reagierten vorbörslich auf Tradegate mit einem Plus von 1,8 Prozent auf die Nachricht vom Verkauf des verlustreichen brasilianischen Stahlwerks CSA für 1,5 Milliarden Euro. Der lang erwartete Abschluss dieses Deals sei eine Erleichterung und bringe Sicherheit, auch wenn der Verkaufspreis niedriger als erwartet ausgefallen sei, sagte ein Börsianer am Morgen./edh/das

(AWP)