Aktien Frankfurt Ausblick: Dax weiter unentschlossen - Trump-Pressekonferenz

Der Dax dürfte auch zur Wochenmitte zunächst eine klare Richtung vermissen lassen. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte rund eine Stunde vor Handelsstart ein Minus von lediglich 0,06 Prozent auf 11 576 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 dürfte ebenfalls kaum verändert starten.
11.01.2017 08:22

In den vergangenen fünf Handelstagen hatte sich der Dax jeweils erfolglos an der Hürde von 11 600 Punkten versucht. Per saldo trat er dabei in einer engen Spanne auf der Stelle. Es fehlt weiterhin neuer Schwung. Die Anleger warten nun auf die erste Pressekonferenz des designierten US-Präsidenten Donald Trump seit seinem Wahlsieg im November. Sie soll kurz vor Xetra-Schluss beginnen. Zuletzt hatte die Unsicherheit um Trumps künftige Politik die Gewinne am deutschen Aktienmarkt etwas begrenzt.

In den USA war der Dow Jones Industrial am Vortag abermals an der bisher unerreichten Marke von 20 000 Punkten gescheitert. Aus Asien kamen am Mittwoch unterschiedliche Vorgaben: In China notierten die Festlandbörsen im Minus, während es in Japan nach drei Verlusttagen für den Leitindex Nikkei wieder nach oben ging.

Umstufungen könnten einige Titel zur Wochenmitte bewegen. So stufte die US-Investmentbank Goldman Sachs die Papiere von Siemens von "Neutral" auf "Sell" ab. Die Anteile des Münchener Elektrotechnikkonzerns gaben vorbörslich bei Tradegate um rund eineinhalb Prozent nach. S&P Global senkte den Daumen für die Deutsche Telekom . Das Votum lautet nun "Hold". Nach der Kursrally seit November sei die Aktie fair bewertet, zumal der Gegenwind 2017 durch regulatorische Bestimmungen, steigende Investitionen und einen intensiven Wettbewerb zunehmen dürfte, hiess es.

Empfehlungen von Morgan Stanley und Berenberg trieben im vorbörslichen Handel bei Tradegate die Titel von ProSiebenSat.1 um knapp 2 Prozent nach oben. 2016 hätten sich europäische Medienaktien vergleichsweise schwach entwickelt, was sich 2017 ändern sollte, schrieb Berenberg-Analyst Robert Berg. Die Papiere von Beiersdorf sackten angesichts einer Verkaufsempfehlung der schweizerischen Grossbank UBS vorbörslich bei Tradegate um fast 2 Prozent ab.

Ansonsten legte die Südzucker-Tochter CropEnergies ihre endgültigen Zahlen für das dritte Quartal vor. Das Unternehmen hatte bereits am 20. Dezember die Eckdaten bekanntgegeben und die Prognose erhöht./ajx/fbr

(AWP)