Aktien Frankfurt Ausblick: Dax zollt guter Entwicklung Tribut - Starkes Quartal

Der Dax dürfte zum Abschluss eines bislang starken Quartals am Freitag erst einmal seiner jüngst guten Entwicklung Tribut zollen. Neue Impulse für das Börsenbarometer könnte im Tagesverlauf ein ganzer Reigen von Wirtschaftsdaten bringen.
31.03.2017 08:23

Eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex ein Minus von 0,25 Prozent auf 12'226 Punkte. Das knapp zwei Jahre alte Rekordhoch von 12'390 Punkten bleibt aber in Sichtweite. Dem Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 winkt am Freitag ebenfalls ein schwächerer Auftakt.

DAX HAT GUTES ERSTES QUARTAL HINTER SICH

In den vergangenen vier Handelstagen war der Dax um gut anderthalb Prozent gestiegen und dabei bis auf 132 Punkte an seine Bestmarke herangelaufen. Für das an diesem Freitag endende erste Quartal steuert er nun auf ein Plus von rund sechseinhalb Prozent zu.

Der solide Jahresstart der Aktienmärkte sei umso beeindruckender, wenn man bedenke dass es in den USA seit Dezember zwei Zinserhöhungen gegeben habe, sagte Marktanalyst Michael Hewson von CMC Markets. Zudem seien die ersten Monate der Präsidentschaft von Donald Trump ja nicht gerade problemlos verlaufen, und in Europa summerten politische Risiken.

POSITIVE KONJUNKTURNACHRICHTEN

Aus Asien kamen die zunächst positive Konjunkturnachrichten: Während bei den staatlichen chinesischen Industriebetrieben die Stimmung so gut ist wie seit Jahren nicht mehr, erholte sich die japanische Industrieproduktion im Februar von ihrem schwachen Jahresauftakt. Zudem legten die deutschen Einzelhandelsumsätze im Februar überraschend stark zu.

Nemetschek profitierte schon vorbörslich von einem positiv aufgenommenen Ausblick. Auf der Handelsplattform Tradegate stiegen die Aktien des Bausoftware-Herstellers um rund zwei Prozent. Das Unternehmen rechnet nach einem Rekordjahr für 2017 mit einem weiteren deutlichen Wachstum. Ein Händler konnte den Zielen indes wenig Positives abgewinnen. Er sieht den angestrebten Umsatzanstieg lediglich im Rahmen der Erwartungen, während das geplante Gewinnplus vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) knapp dahinter zurückgeblieben sei./gl/mis

(AWP)