Aktien Frankfurt Ausblick: Erholung erhält Schub aus New York und Tokio

FRANKFURT (awp international) - An der Frankfurter Börse bleibt auch zu Beginn der neuen Woche Erholung angesagt. Starke Vorgaben aus Übersee machen den Anlegern am Montag weiter Mut, auf Schnäppchenjagd zu gehen, nachdem zwischenzeitlich die Sorgen um die Folgen des Brexit die Kurse hatten abrutschen lassen.
11.07.2016 08:23

Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den Dax signalisierte rund eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsauftakt einen Zuwachs von knapp 1 Prozent auf 9725 Punkte. Bereits am Freitag hatte sich der deutsche Leitindex mit einem Sprung um über 2 Prozent freigeschwommen und sein vorheriges Wochenminus auf 1,5 Prozent abschmelzen lassen. Der EuroStoxx 50 wird am Morgen ebenfalls stark erwartet.

WALL STREET AUF HÖCHSTEM STAND SEIT EINEM JAHR

Die Wall Street und die Tokioter Börse haben bereits sehr stark vorgelegt. Dank des überraschend guten US-Arbeitsmarktberichts für den Juni konnten die wichtigsten Indizes in den USA die charttechnischen Widerstände brechen, die ihren Aufschwung zuletzt noch aufgehalten hatten. Der marktbreite S&P-500-Index sprang auf den höchsten Stand seit Sommer vergangenen Jahres. Ihm fehlen beim Stand von 2129 Punkten gerade noch 5 Punkte zu einem neuen Rekord.

In Japan zogen die Anleger am Morgen nach und schoben den Nikkei-225-Index um 4 Prozent nach oben. Für die besonders gute Stimmung sorgte der Wahlsieg des Regierungslagers um den Ministerpräsidenten Shinzo Abe. Am Markt wird nun mit weiteren Massnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft gerechnet.

BREXIT und ITALIENISCHE BANKENKRISE WERDEN VERDRÄNGT

Die zuletzt das Marktgeschehen bestimmenden Sorgen um die Auswirkungen des britischen "Nein" gegen die EU-Mitgliedschaft sowie die italienische Bankenkrise werden aktuell von den Anlegern verdrängt. Die Stimmung kann jedoch auch schnell wieder kippen. Denn aktuell ist davon auszugehen, dass das Traditionsbankhaus Monte dei Paschi di Siena (MPS) seine faulen Kredite im Wert von 43,4 Milliarden Euro nicht ohne staatliche Hilfe abbauen kann.

KEIN VERLIERER IN DAX, MDAX UND TECDAX

Zunächst dürfen sich die Anleger aber einen starken Handelsstart freuen. Im Dax, MDax und TecDax gibt es im vorbörslichen Handel nur Gewinner. Besonders gefragt sind dabei die Papiere von Deutscher Bank und Commerzbank , die sich damit wohl weiter von ihren jüngsten Rekordtiefs absetzen können.

Auch die Aktien von ThyssenKrupp fallen mit einem Kurszuwachs von fast 2 Prozent auf. Wegen der angespannten Lage in der Stahlbranche führt der Konzern Kooperationsgespräche mit dem indischen Mischkonzern Tata. Beide Unternehmen bestätigten die seit Wochen kursierenden Gerüchte hierzu. Ob, wann und mit wem es zu einer Zusammenarbeit kommen werde, sei aber offen./ag/das

(AWP)