Aktien Frankfurt Ausblick: Erholung geht auch vor US-Arbeitsmarktbericht weiter

Die Erholung am deutschen Aktienmarkt dürfte sich am Freitag fortsetzen. Unterstützung kam vor dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht einmal mehr von der Wall Street, die tags zuvor nur knapp neue Rekordmarken verfehlt hatte. Auch an den asiatischen Handelsplätzen legten die Kurse zuletzt überwiegend zu.
01.09.2017 08:18

Eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenstart notierte der X-Dax als ausserbörslicher Dax-Indikator bei 12 084 Punkten und damit 0,23 Prozent über dem Xetra-Schlussstand vom Vortag. Am Donnerstag war der deutsche Leitindex dank nachlassender Sorgen über den Nordkorea-Konflikt den zweiten Tag in Folge mit einem moderaten Gewinn aus dem Handel gegangen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 dürfte am Freitag zum Auftakt ebenfalls etwas zulegen.

Mit Blick auf den US-Arbeitsmarktbericht ist die Helaba nach guten Daten des Dienstleisters ADP zur Beschäftigung in der Privatwirtschaft optimistisch. "Ein Aufbau von 200 000 Stellen oder mehr im offiziellen Arbeitsmarktbericht ist möglich. Dafür sprechen auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die mit Werten unterhalb von 240 000 auf einem sehr niedrigen Niveau liegen", schrieb Analyst Ulrich Wortberg in seinem Morgenkommentar. Zudem stehen am Nachmittag weitere US-Konjunkturdaten auf der Agenda, die Rückschlüsse auf die künftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed liefern könnten.

VW PROFITIERT VON ABGEWIESENER KLAGE - KAUFEMPFEHLUNG HILFT MTU

Am deutschen Aktienmarkt legten die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) vorbörslich deutlich zu. Sie profitierten davon, dass eine Klage des US-Bundesstaates Wyoming wegen Verstössen gegen Umweltgesetze vom zuständigen Richter abgewiesen wurde. Die Entscheidung könnte das Unternehmen vor weiteren Milliardenkosten im Zusammenhang mit dem Skandal um manipulierte Abgaswerte bewahren, da sie richtungsweisend für ähnliche Fälle sein dürfte.

Die Titel des Triebwerkherstellers MTU verteuerten sich dank einer Kaufempfehlung der britischen Investmentbank HSBC. Der Gegenwind durch den schwachen US-Dollar sei angesichts des Kursrückgangs mehr als eingepreist, schrieb Analyst Richard Schramm in einer aktuellen Studie. Die fundamentale Wachstumsstory bleibe intakt, und bald sollte das Unternehmen die Früchte seiner jüngsten Investitionen ernten./gl/das

(AWP)