Aktien Frankfurt Ausblick: Furcht vor US-Handelspolitik trübt die Stimmung

Am deutschen Aktienmarkt dürfte zum Wochenstart zunächst die Unsicherheit über die Wirtschaftspolitik der USA unter dem neuen Präsidenten Donald Trump das Geschehen bestimmen. Der X-Dax als Indikator für den Dax signalisierte am Montag eine Dreiviertelstunde vor dem Start ein Minus von 0,55 Prozent auf 11 566 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 deutete sich ein ähnlich schwächerer Auftakt an.
23.01.2017 08:26

Seit seinem starken Jahresstart tritt der Dax nun schon seit mehr als zwei Wochen unter dem Strich nahezu auf der Stelle. Er pendelt ohne klaren Trend um die Marke von 11 600 Punkten. Die Konsolidierung nach der Rally gehe weiter, während gleichzeitig die Unsicherheiten im Hinblick auf die Politik von Trump anhalte, erklärte Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba.

FURCHT VOR PROTEKTIONISMUS DER USA

Die Ungewissheit in puncto der wirtschaftlichen Ausrichtung der USA inklusive der Furcht vor neuen Handelsschranken hinterliess auch am Devisenmarkt Spuren: Der US-Dollar geriet unter Druck. Im Gegenzug legte der Kurs des Euro weiter zu. Ein starker Euro kann indes die Exportindustrie der Eurozone belasten.

Die Aktien der Merck KGaA fielen am Morgen auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss vom Freitag um mehr als 1 Prozent. Der Chemie- und Pharmakonzern rechnet einem Pressebericht zufolge bei der lukrativen Krebsarznei Erbitux in diesem Jahr mit einer Stagnation des Umsatzes.

TELEKOM UND VW NACH ANALYSTENSTUDIEN IM BLICK

Für Bewegung könnten zudem Analystenkommentare sorgen. Die Aktien der Deutsche Telekom gewannen auf Tradegate 0,77 Prozent hinzu. Händler verwiesen auf eine positive Studie der Bank JPMorgan.

Die Experten der Investmentbank Goldman Sachs äusserten sich derweil positiv zur Profitabilitätsentwicklung des Autobauers Volkswagen und setzten dessen Aktien auf die "Conviction Buy List". Die VW-Papiere waren auf Tradegate am Morgen allerdings zunächst kaum verändert.

So kann ein festerer Euro durchaus auf den Kursen der exportorientierten Autobauer lasten. BMW-Aktien fielen um 0,17 Prozent und Daimler-Papiere büssten 0,81 Prozent ein./mis/das

(AWP)