Aktien Frankfurt Ausblick: Gewinne trotz Enttäuschung der Bank of Japan

FRANKFURT (awp international) - Nach dem Rückschlag am Vortag dürfte der Dax am Freitag wieder aufholen. Obgleich Japans Zentralbank am Morgen die Märkte enttäuscht hatte und die Einzelhandelsumsätze in Deutschland überraschend gesunken waren, deutete der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex rund eine Stunde vor der Eröffnung einen Gewinn von 0,57 Prozent auf 10 334 Punkte an. Damit winkt dem Dax auf Wochensicht ein Gewinn von annähernd 2 Prozent. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte vorbörslich um 0,74 Prozent zu.
29.07.2016 08:28

Die japanische Notenbank lockerte die geldpolitischen Zügel nicht so stark wie viele Akteure erhofft hatten. Bei der nächsten Sitzung im September will die Bank of Japan ihre Politik auf den Prüfstand stellen. Unterstützung für die Märkte kommt weiterhin von der Wall Street, die sich beharrlich auf Rekordniveau hält. Der Broker IG taxiert den Dow Jones Industrial aktuell auch über seinem Niveau zum Xetra-Schluss.

Zum Wochenausklang stehen im Dax die Aktien von HeidelbergCement mit Geschäftszahlen im Blick. Der Baustoffkonzern bleibt für das Gesamtjahr optimistisch. Im vorbörslichen Handel bei Tradegate gewannen die Titel eineinhalb Prozent im Vergleich zum Xetra-Schluss.

Gute Quartalszahlen, eine positivere Sicht auf die Jahresumsatzentwicklung und ein aufgestocktes Aktienrückkaufprogramm halten im TecDax die Qiagen-Anleger bei Laune. Die Anteile gewannen vorbörslich mehr als 4 Prozent kräftig dazu. Ausserdem verarbeiten die Marktteilnehmer die jüngsten Geschäftszahlen der auf die Bauwirtschaft ausgerichteten Software-Spezialisten Nemetschek und RIB Software .

Am späten Abend kommen schliesslich noch die Ergebnisse des jüngsten Stresstests für die europäischen Banken. Besonders im Blick stehen die italienischen Kredithäuser mit ihrem Berg an faulen Krediten, bei denen Kunden Probleme mit der Rückzahlung haben. Bislang haben sich die Marktteilnehmer von der italienischen Bankenkrise kaum aus der Ruhe bringen lassen. Gibt es am Abend jedoch neue Hiobsbotschaften für die Branche, könnte dies in der kommenden Woche auf die Märkte abfärben./ajx/das

(AWP)