Aktien Frankfurt Ausblick: Kaum verändert - Henkel und Thyssenkrupp mit Zahlen

Nach dem schwachen Vortag wegen des zugespitzten Nordkorea-Konflikts zeichnet sich im Dax am Donnerstag ein ruhiger Start ab. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex notierte gut eine Stunde vor dem Börsenstart mit minus 0,08 Prozent auf 12 144 Punkten nur wenig verändert. Seit gut drei Wochen ist der Dax nun schon in einer Spanne zwischen 12 100 und 12 300 Punkten gefangen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird am Donnerstag mit einem Abschlag von 0,10 Prozent erwartet.
10.08.2017 08:25

Die Wall Street hatte am Vortag unter dem Eindruck der Nordkorea-Krise erneut im Minus geschlossen, im späten Handel allerdings ihre Verluste etwas eingedämmt. In Asien und hier vor allem in China rutschten die Kurse am Donnerstag weiter ab.

Die aktuelle Entwicklung an den Aktienmärkten in Fernost mache deutlich, dass eine potenzielle Auseinandersetzung zwischen Nordkorea und den USA immer noch als grosses Risiko eingestuft werde, hiess es von der National-Bank. Daher dürften die Anleger auch hierzulande zunächst keine grossen Risiken eingehen.

BERICHTSSAISON UNTER VOLLDAMPF

Die Berichtssaison zieht die Anleger am vorletzten Handelstag der Woche noch einmal in ihren Bann. Zahlreiche Unternehmen vor allem aus dem MDax und TecDax stehen mit Quartalszahlen im Blick. Mit dem Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp und dem Konsumgüterhersteller Henkel berichten zudem zwei Vertreter aus der ersten deutschen Börsenliga.

Die Thyssenkrupp-Zahlen seien besser als erwartet, sagte ein Händler. Der Markt warte aber auf eine Lösung für das europäische Stahlgeschäft. Diese müssten die Essener nun bringen. Zudem sei die Verschuldung nach wie vor sehr hoch. Vorbörslich rückten die Papiere auf der Handelsplattform Tradegate moderat vor gemessen am Xetra-Schlusskurs vom Vortag. Deutlich nach unten mit vorbörslich mehr als einem Prozent ging es dagegen für die Henkel-Anteile.

Vorbörslich besonders hohe Kursverluste von nahezu 10 Prozent verzeichneten die Aktien von SLM Solutions . Der 3D-Drucker-Hersteller blickt auf ein schwaches Halbjahr zurück und ringt weiter mit der geplatzten Übernahme durch den US-Konzern General Electric im vergangenen Jahr./ajx/fbr

(AWP)