Aktien Frankfurt Ausblick: Leichte Erholung von Tech-Verkaufswelle erwartet

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt dürften nach den überdurchschnittlichen Vortagesverlusten am Dienstag wieder zaghaft zugreifen. Frische Impulse könnten am Dienstag im Verlauf die ZEW-Konjunkturerwartungen aus Deutschland und die US-Erzeugerpreise am Nachmittag liefern.
13.06.2017 08:19

Knapp eine Stunde vor Handelsstart signalisierte der X-Dax als Indikator für den Dax ein Plus von 0,19 Prozent auf 12 715 Punkte. Zum Wochenstart war der deutsche Leitindex - belastet vom sehr schwachen Technologiesektor - um rund 1 Prozent abgesackt und hatte sich damit von seinem gut anderthalb Wochen alten Rekord bei 12 878 Zählern entfernt. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 deutet sich am Dienstag ein Anstieg um 0,25 Prozent an.

INFINEON KAUM ERHOLT VON HEFTIGEM RÜCKSCHLAG

In den USA hatten die Tech-Werte ihren Kursrutsch am Montag fortgesetzt, ihre Verluste bis zum Handelsschluss aber eingedämmt. Börsianer treibt die Frage um, ob die Verluste lediglich ein zwischenzeitlicher Rückschlag auf hohem Niveau sind oder der Beginn einer grösseren Abwärtsbewegung. Die deutschen Technologieaktien, wie auch die am Vortag gebeutelten Energiewerte sollten jedenfalls am Dienstag zu einer moderaten Erholung ansetzen.

Die zwei grössten deutschen "Tekkies" zeigten sich vorbörslich allerdings noch nicht in besonderem Erholungsmodus. Die am Vortag um 3,6 Prozent gefallenen SAP-Aktien stiegen im vorbörslichen Dienstagshandel auf der Plattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom Montag um lediglich 0,15 Prozent. Infineon-Titel , die am Montag als Dax-Schlusslicht 4,8 Prozent eingebüsst hatten, stiegen zuletzt nur um 0,20 Prozent.

FRAPORT MIT VERKEHRSZAHLEN IM FOKUS

Von Unternehmensseite sind bislang kaum potenziell kursbewegende Nachrichten aufgefallen. Fraport-Papiere sanken auf Tradegate nach der Vorlage von Verkehrszahlen um 0,12 Prozent. Am Frankfurter Flughafen stieg die Passagierzahl im Mai um 5,7 Prozent, das Frachtvolumen um 5,5 Prozent. Ein Händler sprach von einem ordentlichen Wachstum, zeigte sich nach den starken Verkehrszahlen der Lufthansa vom Vortag allerdings kaum mehr überrascht davon./edh/das

(AWP)