Aktien Frankfurt Ausblick: Moderate Verluste vor Ifo-Geschäftsklima

FRANKFURT (awp international) - Der Dax dürfte am Donnerstag mit moderaten Verlusten in den Handel starten. Nach der jüngsten Erholung fehlt ihm zunächst wohl die Kraft für weitere Gewinne. Auch von den schwächelnden Börsen in Übersee kommt keine Unterstützung. Zudem warten die Anleger auf die Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimas sowie die am Freitag erwarteten Reden von US-Notenbankchefin Janet Yellen und anderen Notenbankern beim Treffen im US-amerikanischen Jackson Hole.
25.08.2016 08:27

Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn deutete der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex ein Minus von 0,29 Prozent auf 10 593 Punkte an. Auch dem Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 winkt ein verhaltener Auftakt.

Volkswirte rechnen damit, dass das Ifo-Geschäftsklima leicht zulegen kann. Sie gehen damit davon aus, dass das überraschende Brexit-Votum der Briten von Ende Juni weiterhin keine nennenswerten Auswirkungen auf die Stimmung in deutschen Unternehmen zeigt.

BERICHT ÜBER VERKAUFSPLÄNE BEFLÜGELT GFK

Vorbörslich am auffälligsten war GfK : Die Aktien des Marktforschungsunternehmens zogen auf der Handelsplattform Tradegate gegenüber dem Xetra-Schluss um über 6 Prozent an, nachdem die "Wirtschaftswoche" berichtet hatte, der Mehrheitseigner prüfe verschiedene Varianten für die Zukunft des Konzerns, darunter eine Fusion oder den Verkauf von Anteilen an einen Wettbewerber. Als Interessenten nennt das Blatt die Konkurrenten Nielsen und IMS Health aus den USA sowie Kantar, Tochter des Londoner Werberiesen WPP.

Beim Schmierstoffspezialisten Fuchs Petrolub sorgte eine positive Studie für Kursgewinne bei Tradegate von 0,90 Prozent auf 41,051 Euro. Die Schweizer Grossbank UBS nahm die Beobachtung der Aktie mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 46,50 Euro auf.

BIOTECHS LEIDEN UNTER BRANCHENNACHRICHTEN AUS DEN USA

Dagegen litten die Papiere der Biotech-Unternehmen Evotec , Morphosys und Qiagen laut Händlern unter negativen Branchennachrichten aus den USA. Sie verwiesen auf einen Beitrag des Fernsehsenders CNBC, in dem dem die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton das Arzneimittelunternehmen Mylan wegen Preiserhöhungen für sogenannte EpiPens kritisiert hatte. Dabei handelt es sich um Adrenalin-Fertigspritzen zur notfallmässigen Selbstbehandlung etwa bei allergischen Schocks. Der Bericht laste auch auf der Stimmung für die deutsche Branche, hiess es./gl/das

(AWP)