Aktien Frankfurt Ausblick: Weitere Erholung erwartet

Der Dax dürfte am Montag an seine jüngsten Erholungsgewinne anknüpfen. Insgesamt hätten sich die Gemüter im Hinblick auf das Polit-Chaos in den USA wieder etwas beruhigt, schrieb Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).
22.05.2017 08:33

Eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn stand der X-Dax> als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex 0,36 Prozent im Plus bei 12 685 Punkten. Dem Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 winkt ebenfalls ein freundlicher Börsenauftakt. Mitte vergangener Woche hatten die Aktienmärkte deutlich unter Vorwürfen gegen US-Präsident Donald Trump wegen der versuchten Einflussnahme auf die Justiz und ungeklärter Verbindungen zu Russland gelitten, sich am Freitag aber wieder etwas berappelt.

Doch auch in der neuen Woche bleibt die amerikanische Politik im Fokus, die zuletzt vor allem dem Euro gegenüber dem Dollar deutlich Auftrieb gegeben hatte. Dies könnte im Umkehrschluss allerdings die Exportwirtschaft der Eurozone belasten. Damit werde auch die Arbeit für die Europäische Zentralbank mit Blick auf eine Straffung der Geldpolitik schwieriger, erklärte der Chefvolkswirt der Unicredit, Erik Nielsen.

FUSION IN CHEMIEBRANCHE - TELE COLUMBUS MIT ZAHLEN

Die Aktien von Chemieunternehmen wie etwa BASF könnten Händlern zufolge von der angestrebten Fusion des Schweizer Branchenvertreters Clariant mit dem texanischen Konkurrenten Huntsman profitieren.

Mit dem im Kleinwerte-Index SDax gelisteten Kabelnetzbetreiber Tele Columbus legte zudem ein Nachzügler der auslaufenden Berichtssaison Eckdaten für das erste Quartal vor. Zum Jahresauftakt hatte das Unternehmen seinem Umsatz um über 4 Prozent gesteigert, während das normalisierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um mehr als 8 Prozent gestiegen war.

STUDIEN BEWEGEN RWE UND SIEMENS

Ansonsten sorgten Analystenkommentare für etwas Bewegung. Die Titel des Versorgers RWE stiegen dank einer gestrichenen Verkaufsempfehlung der britischen Bank HSBC um gut anderthalb Prozent. Dagegen ging es für Siemens-Aktien nach einer Abstufung durch das Analysehaus Kepler Cheuvreux um knapp ein halbes Prozent nach unten./gl/fbr

(AWP)