Aktien Frankfurt Ausblick: Zurückhaltung vor EZB-Sitzung erwartet

FRANKFURT (awp international) - Vor der Sitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag dürften sich die Anleger eher mit Engagements am deutschen Aktienmarkt zurückhalten. Knapp eine Stunde vor dem Handelsstart am Mittwoch signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex ein Minus von 0,02 Prozent auf 10 629 Punkte.
19.10.2016 08:27

Die jüngsten Daten zum Zustand der chinesischen Wirtschaft stimmten am Morgen nicht nachhaltig zuversichtlich: In China ist die Wirtschaft im dritten Quartal stark gewachsen und erfüllte damit die Prognosen der Analysten. Hinzu kamen überzeugende Einzelhandelsdaten für den September. Die Industrieproduktion allerdings hat sich wieder etwas abgeschwächt.

Das Tagesmotto dürfte nach Ansicht von Analyst Dirk Gojny aber sowieso lauten: "Warten auf die EZB-Pressekonferenz". Der Fokus dabei dürfte aber weniger auf der Leitzinsentscheidung liegen, sondern vielmehr auf Aussagen zum gigantischen Wertpapier-Kaufprogramm der Notenbank.

METRO UND ZALANDO IM FOKUS

Unter den Einzelwerten dürften vor allem die Papiere des vor der Aufspaltung stehenden Handelskonzerns Metro beachtet werden. Metro wurde im bis Ende September gelaufenen Geschäftsjahr 2015/2016 insbesondere vom schwachen Rubel gebremst, erwartet aber ein gutes Weihnachtsgeschäft. Vor dem Handelsstart stiegen die Metro-Aktien auf der Handelsplattform Tradegate gegenüber dem Xetra-Schlusskurs leicht.

Mit mehr als 2 Prozent gab es hingegen ein deutliches vorbörsliches Plus bei Zalando . Der Online-Modehändler rechnet nach einem erfolgreich verlaufenen Quartal damit, im Gesamtjahr noch rentabler als bislang erwartet zu sein.

HOCHTIEF WEGEN TOCHTER CIMIC IM BLICK

Die Anteilsscheine des Bauunternehmens Hochtief könnten wegen des bestätigten Jahresausblicks der australischen Tochter Cimic Beachtung finden. Vorbörslich bewegten sich die Papiere aber kaum.

Im Blick könnten zudem weiterhin die Papiere von BASF stehen. Die Aufklärung des Unglücks wird wohl noch einige Zeit dauern. Am Dienstagabend suchten Einsatzkräfte noch immer nach einem Vermissten. Am Montag waren zwei Mitarbeiter der Werksfeuerwehr nach einer Explosion auf dem Firmengelände des Chemiekonzerns in Ludwigshafen ums Leben gekommen und mehr als 20 Menschen verletzt worden.

An diesem Morgen wurde zudem noch ein Zwischenfall bei der Lufthansa bekannt. Wegen Rauchs im Cockpit musste eine Maschine in Neufundland notlanden. Verletzt wurde laut der Fluggesellschaft aber niemand. Der Kurs trat vorbörslich auf der Stelle./ck/das

(AWP)