Aktien Frankfurt Eröffnung: Anleger risikoscheu vor US-Jobmarktbericht

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Freitag vor der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts zunächst weiter zurückgehalten. Der Dax sank in der ersten Handelsstunde um 0,16 Prozent auf 12 135,54 Punkte.
04.08.2017 10:01

Der MDax der mittelgrossen Werte rückte um 0,08 Prozent auf 24 798,88 Punkte vor, während der Technologiewerte-Index TecDax um 0,08 Prozent auf 2257,13 Zähler nachgab. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,12 Prozent nach unten.

EURO-STÄRKE HÄLT AN

Die Euro-Stärke hält an. Seit Tagen schon belastet der Höhenflug der europäischen Gemeinschaftswährung den Markt, da er der Exportwirtschaft das Leben schwer macht. Am Morgen kostete der Euro 1,1884 Dollar. Nach den etwas schwächer als erwartet ausgefallenen US-Jobdaten des Arbeitsmarktdienstleisters ADP vom Mittwoch fürchten Börsianer, dass auch der offizielle Arbeitsmarktbericht der US-Regierung enttäuschen könnte. Dies dürfte den Dollar weiter schwächen und den Euro im Gegenzug weiter aufwerten - mit entsprechend negativen Folgen für den Dax.

Die Experten des Börsenstatistik-Magazins Index-Radar konstatieren unter den Dax-Anlegern nach zwei negativen Monaten in Folge eine deutlich ausgeprägte Skepsis. Auch die saisonal meist schwierige Phase von August bis Oktober halte viele Investoren zurück. In der deutschen Industrie stehen die Zeichen derweil weiter auf Aufschwung. Im Juni hatten die Auftragseingänge stärker als erwartet zugelegt.

ALLIANZ MIT ZUKAUF

Die Allianz legte endgültige Quartalszahlen vor, die aber keine Überraschungen enthielten. Zudem teilte der Versicherer den Einstieg beim britischen Versicherer Liverpool Victoria mit. Die Allianz-Aktien gaben zuletzt moderat nach.

Bester Dax-Wert waren die Anteile des Halbleiterherstellers Infineon mit plus 1,3 Prozent. Als Treiber erwies sich eine frische Kaufemfehlung der Schweizer Grossbank UBS.

An der TecDax-Spitze preschten die Papiere von S&T nach Halbjahreszahlen um fast 4 Prozent vor. Der IT-Spezialist hatte dank der Übernahme des deutschen Computerbauers Kontron Umsatz und operatives Ergebnis im ersten Halbjahr annähernd verdoppelt.

MDAX-WERTE GEA, SPRINGER UND AURUBIS IM FOKUS

Die Anteilseigner des Anlagenbauers Gea Group setzen auf die Unterstützung durch einen aktivistischen Investor. Die Papiere stiegen im MDax um fast 6 Prozent. Zuvor war bekannt geworden war, dass der einflussreiche belgische Investor und Unternehmer Albert Frère und die Familie Desmarais zusammen rund 3 Prozent der Anteile halten.

Die Titel von Axel Springer fielen hingegen um rund 2 Prozent, nachdem die Beteiligungsgesellschaft General Atlantic rund 2,23 Millionen Papiere des Medienkonzerns platziert hatte.

Eine Abstufung der Aurubis-Aktien durch die US-Investmentbank Morgan Stanley drückte die Anteile der Hamburger Kupferhütte mit einem Minus von 2,2 Prozent ans Ende im MDax./ajx/das

(AWP)