Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax im Minus - Anleger lauern auf Fed

Nach seinem positiven Wochenstart hat der Dax am Dienstag wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Vor der mit Spannung erwarteten Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed zur Wochenmitte wollten die Investoren nunmehr keine grossen Risiken eingehen, schrieb Marktbeobachter Milan Cutkovic von Axitrader. Der deutsche Leitindex gab im frühen Handel zuletzt 0,19 Prozent nach auf 12 535,63 Prozent.
19.09.2017 10:14

Verhalten zeigte sich auch der MDax . Der Index, in dem die Aktien mittelgrosser Konzerne vertreten sind, trat zuletzt mit plus 0,01 Prozent bei 25 404,00 Zählern nahezu auf der Stelle. Der Technologiewerte-Index TecDax konnte um 0,26 Prozent auf 2392,43 Punkte zulegen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab 0,06 Prozent nach auf 3524,49 Zähler.

ZEW WIRD ETWAS FESTER ERWARTET

Im weiteren Handelsverlauf stehen mit dem ZEW-Konjunkturindikator viel beachtete Wirtschaftsdaten aus Deutschland an. Hier wird nach der überraschend deutlichen Eintrübung im August ein leichter Anstieg erwartet. In den USA stehen am frühen Nachmittag Daten vom US-Häusermarkt auf der Agenda.

Im Dax konnten am Morgen Aktien der Deutschen Börse mit mehr als einem Prozent Plus die grössten Gewinne einstreichen. Sie knüpften damit an ihre jüngste Kurserholung an. Die Vereinbarung des BASF-Konzerns zur Übernahme des Polyamid-Geschäfts des belgischen Konkurrenten Solvay rissen die Anleger dagegen nicht von den Stühlen - BASF-Anteile notierten moderat im Minus.

ANALYSTENSTIMMEN BEWEGEN

Für grössere Ausschläge sorgten vor allem Analystenstimmen. RWE -Papiere rutschten nach einer Verkaufsempfehlung durch die französische Investmentbank Exane BNP Paribas mit einem Abschlag von mehr als eineinhalb Prozent an das Dax-Ende. Analystin Sofia Savvantidou warnte vor einem schwierigeren Jahr 2018 für die europäischen Versorger. Aktien des Konkurrenten Eon gaben in diesem Sog um knapp 1 Prozent nach.

Anteile am Modekonzern Hugo Boss verloren nach dem "Verkaufen"-Votum der US-Bank Morgan Stanley am MDax-Ende mehr als 3 Prozent. Eine Kaufempfehlung aus dem Bankhaus Metzler verlieh hingegen den Aktien des Autozulieferers Schaeffler weiteren Schwung. Sie notierten zuletzt um mehr als 2 Prozent fester.

Für Fantasie sorgten Aussagen des Logistikunternehmers Klaus-Michael Kühne, der mit einem grösseren Einfluss bei VTG und Hapag-Lloyd liebäugelt. Die Aktien des Güterwaggon-Vermieters und der Hamburger Reederei verteuerten sich jeweils um mehr als ein Prozent./tav/das

(AWP)