Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax scheut noch vor der 13000er Marke zurück

Der Dax hat sich am Freitag im frühen Handel noch vor dem Sprung über die Marke von 13 000 Punkten geziert. Möglicherweise halten Anleger vor dem US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag ihr Pulver trocken. Der Leitindex handelte zuletzt 0,12 Prozent höher auf 12 984,14 Punkte. Kurzzeitig war er auf ein neues Rekordhoch bei 12 992,87 Punkten geklettert.
06.10.2017 10:04

"Der Dax hat die 13 000er Marke fest im Visier", schrieb Stratege Christian Schmidt von der Helaba. Rückenwind lieferte vor dem Wochenende einmal mehr die fortgesetzte Rekordjagd an der Wall Street. Auch die asiatischen Börsen meldeten überwiegend Kursgewinne.

Der MDax , in dem die Aktien von 50 mittelgrossen Konzernen vertreten sind, stieg um 0,06 Prozent auf 26 122,37 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax gab um 0,16 Prozent auf 2485,73 Punkte nach. Für den europäischen Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,16 Prozent auf 3608,92 Punkte zurück.

Der Kurs des Euro gab zum US-Dollar nochmals leicht nach, was insbesondere die Exportwirtschaft der Eurozone freuen dürfte. Weitere Impulse für den Dollar dürfte am frühen Nachmittag der Jobbericht aus den USA liefern, der wichtig für die Zinspolitik der US-Notenbank Fed ist. Allerdings dürfte Hurrikan Harvey die Arbeitsmarktstatistik durcheinander gewirbelt haben, so dass die Bewertung der Zahlen an den Finanzmärkten schwierig werden könnte.

Bei den Einzelaktien hielten sich die Kursausschläge im frühen Handel ebenfalls in Grenzen. Kommentare von Analysten dominierten hier das Geschehen. So fielen Aktien des Staplerherstellers Jungheinrich um 2,6 Prozent, nachdem die Baader Bank die Aktien von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft hatte.

Papiere von Xing büssten fast 4 Prozent ein, belastet von einer Abstufung durch die Commerzbank von "Buy" auf "Hold". Das Karrierenetzwerk sei zwar ein klarer Gewinner der Digitalisierung, merkte Analystin Heike Pauls an. Die Unternehmensstärke sei aber mit Blick auf die jüngste Rally der Aktie von etwa 40 Prozent in den vergangenen sechs Monaten nun ausreichend eingepreist.

Zu den Verlierern zählten die Aktien der Reederei Hapag-Lloyd und des Logistikanbieters VTG . Sie verloren 1,5 beziehungsweise 0,6 Prozent. Händler schlossen nicht aus, dass das Sturmtief "Xavier" den Betrieb beider Unternehmen in Norddeutschland zumindest teilweise einschränken könnte. Auch Papiere des Hamburger Hafenbetreibers HHLA gaben nach./bek/das

(AWP)