Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax über 12 800 Punkten vor US-Zinsentscheid

Positive Vorgaben von der Wall Street haben den deutschen Aktienmarkt vor der US-Zinsentscheidung zur Wochenmitte freundlich eröffnen lassen. Am Dienstag hatte der US-Leitindex Dow Jones ein weiteres Rekordhoch erreicht. Der Dax überwand am Mittwochmorgen die Marke von 12 800 Punkten und notierte zuletzt 0,40 Prozent höher bei 12 816,46 Punkten. Am Dienstag hatte er bereits um rund 0,6 Prozent zugelegt.
14.06.2017 09:55

In Erwartung der geldpolitischen Beschlüsse in den USA dürften sich die Anleger allerdings nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, hiess es. Eine Zinserhöhung gilt als ausgemachte Sache. Wichtiger dürften daher Aussagen zum Abbau der nach der Finanzkrise durch milliardenschwere Wertpapierkäufe massiv angeschwollenen Bilanz werden. Frische Impulse könnten zudem von der Bekanntgabe neuer Konjunkturdaten ausgehen.

Der MDax , der die Aktien mittelgrosser Unternehmen repräsentiert, gewann am Morgen 0,55 Prozent auf 25 425,84 Zähler. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 0,78 Prozent auf 2293,24 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,46 Prozent aufwärts.

DEUTSCHE POST AN DAX-SPITZE NACH ANALYSTEN-KAUFEMPFEHLUNG

Die Aktien der Deutschen Post profitierten mit einem Plus von 2,2 Prozent von einer Kaufempfehlung des Bankhauses Metzler und waren damit Spitzenreiter im Dax. Die zuletzt enttäuschende Gewinnentwicklung des Logistikkonzerns sollte in den kommenden Quartalen wieder in Schwung kommen, glaubt Analyst Guido Hoymann. Er stufte die Papiere von "Hold" auf "Buy" hoch und hob das Kursziel von 33,80 auf 38,00 Euro an.

BMW-Papiere reagierten hingegen nicht auf die jüngsten Absatzzahlen des Münchener Autobauers. BMW hat nach dem starken Monat April im Mai wieder einen Gang herunter geschaltet, aber immer noch weltweit 5,1 Prozent mehr Fahrzeuge ausgeliefert. Für den bisherigen Jahresverlauf steht damit ein Absatzplus von 5,7 Prozent zu Buche.

LEG DEUTLICH SCHWÄCHER NACH ANALYSTENSTUDIE

Die Aktien von LEG Immobilien fielen nach einer negativen Analystenstudie am MDax-Ende um 2 Prozent. Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Anteilsscheine der Immobiliengesellschaft von "Overweight" auf "Underweight" abgestuft und das Kursziel von 102 auf 84 Euro gesenkt. Der hohe Bewertungsaufschlag im Vergleich zu den Aktien der Konkurrenz sei nicht gerechtfertigt, schrieb Analystin Bianca Riemer.

Auch Gerresheimer-Titel mussten Federn lassen und sackten um 1 Prozent ab. Zuvor hatte das Bankhaus Lampe die Papiere des Spezialverpackungs-Herstellers von "Buy" auf "Hold" abgestuft. Dagegen kletterten die Anteilsscheine von Hapag-LLoyd als bester SDax-Wert um knapp 4 Prozent. Das Investmenthaus Jefferies hat die Aktien der Container-Reederei mit dem Rating "Buy" und einem Kursziel von 35 Euro in die Bewertung aufgenommen.

VAPIANO-IPO NOCH VOR SOMMERPAUSE

Die Restaurantkette Vapiano macht mit ihrem angekündigten Börsengang noch vor der Sommerpause Ernst. Die Aktien will Vapiano dabei zum Stückpreis von 21 und 27 Euro an den Mann bringen. Den ersten Handelstag peilt das Unternehmen für den 27. Juni im Prime Standard der Frankfurter Börse an. Nach dem Börsengang sollen sich mehr als 30 Prozent der Papiere im Streubesitz befinden./edh/das

(AWP)