Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax unter Druck - Handelsstreit belastet

Nach dem schwachen Start in den Oktober hat der Dax am Mittwoch weiter Federn gelassen. In der ersten Handelsstunde verlor der deutsche Leitindex zuletzt 0,97 Prozent auf 12 144,37 Punkte. Auslöser der zurzeit schlechten Stimmung waren enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA, die am Vortag bereits belastet hatten. Es sei offensichtlich, dass der US-chinesische Handelsstreit bereits grossen Schaden angerichtet habe, schrieb Analyst David Madden vom Broker CMC Markets UK.
02.10.2019 09:54

Der MDax , der die mittelgrossen deutschen Werte umfasst, büsste am Mittwoch bislang 0,73 Prozent auf 25 470,69 Punkte ein. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,87 Prozent.

Am Nachmittag stehen mit dem ADP-Bericht zur Beschäftigung im privaten US-Gewerbe im September neue Konjunkturdaten auf der Agenda. Sie gelten als ein Indikator für den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht, der an diesem Freitag ansteht und der konjunkturelle Datenhöhepunkt der Woche sein dürfte. Vor diesen Zahlen bleiben die Anleger erst einmal in der Reserve.

Aktien von Autoherstellern stehen im Blick nach US-Absatzzahlen. Die Erfolgsserie von Volkswagen auf dem US-Markt ist vorerst beendet - die Wolfsburger erlitten dort einen Absatzeinbruch. Die Volkswagen-Vorzüge verbilligten sich um mehr als 1 Prozent.

Mainfirst stufte die Aktien des Kunststoffherstellers Covestro und des Schmierstoffproduzenten Fuchs Petrolub jeweils auf "Underperform" ab. Beide Papiere reagierten darauf mit Abschlägen von viereinhalb beziehungsweise 3 Prozent. Covestro waren damit im Dax und Fuchs im MDax jeweils die Schlusslichter.

Der Finanzierungsdienstleister Grenke erhöhte die Prognose für das Neugeschäft im Kernsegment Leasing nach einem starken dritten Quartal. An der MDax-Spitze gewannen die Aktien fast 7 Prozent dazu.

Im Aufwind befanden sich zudem die Papiere der Medizintechnikkonzerne Drägerwerk und Carl Zeiss Meditec . Bei Drägerwerk lag das an einem Aktienrückkauf, die Aktien stiegen als Top-Wert im Nebenwerteindex SDax um mehr als 7 Prozent. Bei Carl Zeiss waren der Grund für den Kurszuwachs von bisher 3,3 Prozent starke Eckdaten für das abgelaufene Geschäfsjahr./ajx/jha

(AWP)

 
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