Aktien Frankfurt Eröffnung: Erholung nach Tech-Kursrutsch

Der deutsche Aktienmarkt hat sich nach den klaren Vortagesverlusten am Dienstag berappelt. Der Dax notierte im frühen Handel 0,50 Prozent höher bei 12 754,39 Punkten. Zum Wochenstart war der deutsche Leitindex - belastet vom sehr schwachen Technologiesektor - um rund 1 Prozent abgesackt.
13.06.2017 10:18

Der MDax , der die Aktien mittelgrosser Unternehmen repräsentiert, gewann 0,49 Prozent auf 25 271,76 Zähler. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 1,03 Prozent auf 2270,01 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,49 Prozent aufwärts.

Trotz des Einbruchs der Technologiewerte gebe es keine Zeichen einer grösseren Korrektur, sagte Analyst Milan Cutkovic vom Währungshändler AxiTrader. Auch ein Blick auf die anderen Märkte zeige keine Alarmsignale: Sichere Häfen wie Gold, der japanische Yen und der Schweizer Franken seien in den vergangenen Handelstagen kaum gefragt gewesen, so Cutkovic.

HEIDELBERGCEMENT NACH ANALYSTEN-HOCHSTUFUNG FEST AN DAX-SPITZE

Unter den Einzelwerten fielen die Aktien von HeidelbergCement mit einem Kursgewinn von mehr als 2 Prozent an der Dax-Spitze positiv auf. Zuvor hatten die Analysten des Brokerhauses Redburn die Papiere des Baustoffkonzerns von "Sell" auf "Buy" hochgestuft.

Auch die Lufthansa-Titel profitierten von einer positiven Analystenstudie und zogen um 1,8 Prozent an. Die Schweizer Bank Credit Suisse stufte die Anteilsscheine der Fluggesellschaft von "Underperform" auf "Neutral" hoch und erhöhte das Kursziel von 12,95 auf 18,71 Euro. Zudem hatte die Lufthansa für Mai ein kräftiges Passagierplus von 18,7 Prozent ausgewiesen.

LEONI-NACH ANALYSTENKOMMENTAR SPITZENREITER IM MDAX

Die Aktien von Leoni verteuerten sich nach einer positiven Analystenstimme um 3,50 Prozent und waren damit Top-Wert im MDax. Die Privatbank Berenberg erhöhte das Kursziel von 60 auf 65 Euro und bestätigte ihre Kaufempfehlung. Der Autozulieferer könnte kurzfristig eine Gewinnerholung verzeichnen und von 2020 an beim Wachstum positiv überraschen, schrieb Analyst Fei Teng in einer Studie vom Dienstag.

Am MDax-Ende waren hingegen die Symrise-Papiere mit einem Minus von 0,5 Prozent zu finden. Der Duftstoff- und Aromenhersteller will sich mit einer Wandelschuldverschreibung 400 Millionen Euro für den Schuldenabbau sowie allgemeine Zwecke beschaffen. Symrise war bereits in der vergangenen Woche im Fokus, nachdem Unternehmenschef Heinz-Jürgen Bertram wegen möglicher Interessenkonflikte aus dem Aufsichtsrat des dänischen Biotechnologieunternehmens Novozymes zurückgetreten war. Am Markt war daraufhin über eine mögliche weitere Branchenkonsolidierung spekuliert worden.

Fraport-Papiere kletterten nach der Vorlage von Verkehrszahlen um 0,8 Prozent aufwärts. Am Frankfurter Flughafen stieg die Passagierzahl im Mai um 5,7 Prozent, das Frachtvolumen um 5,5 Prozent. Ein Händler sprach von einem ordentlichen Wachstum, zeigte sich nach den starken Verkehrszahlen der Lufthansa vom Vortag allerdings kaum mehr überrascht davon./edh/das

(AWP)