Aktien Frankfurt Eröffnung: Gute Stimmung trotz Zahlenflut

Begleitet von einer regelrechten Zahlenflut ist der Dax am Dienstag freundlich gestartet. Unterstützung kam von erneut stark ausgefallenen Konjunkturdaten aus Deutschland.
09.05.2017 10:04

Der Leitindex gewann im frühen Handel 0,30 Prozent auf 12 733,12 Punkte. Tags zuvor hatte er eine neue Bestmarke bei 12 762 Punkten erreicht, letztlich dann aber leicht schwächer geschlossen. Der Ausgang der Präsidentschaftswahl in Frankreich war zum Wochenauftakt als Wahl "pro Europa" gewertet worden. Da der Dax allerdings nach der ersten Stichwahl zwischen Emmanuel Macron und der Rechtspopulistin Marine Le Pen um fast 6 Prozent gestiegen war, gilt er inzwischen laut Börsianern als "heiss gelaufen".

Der MDax stieg an diesem Morgen um 0,22 Prozent auf 25 157,02 Zähler. Der TecDax trat mit minus 0,03 Prozent auf 2133,80 Punkte auf der Stelle. Für den Leitindex der Eurozone, den EuroStoxx 50 ging es um 0,46 Prozent hoch.

NEUER REKORD IM AUSSENHANDEL

Neue Rekorddaten gab es aus Deutschland zum Aussenhandel im März. Zudem fuhr die Industrie im selben Monat zwar ihre Produktion zurück, aber weniger deutlich als erwartet. Einziger Wermutstropfen: Der kräftige Zuwachs im Februar wurde nachträglich nach unten korrigiert.

In den Handelsräumen dreht sich derweil alles in erster Linie um die zahlreichen Quartalsberichte, die es auszuwerten gilt. Alleine aus dem Dax öffneten die Commerzbank , Eon und die Munich Re ihre Bücher. Seine endgültigen Zahlen legte zudem der Autozulieferer Continental vor.

'DAX-LIEBLING' COMMERZBANK ÜBERZEUGT

Mit plus 2,39 Prozent waren die Aktien der Commerzbank Spitzenwert im Leitindex und bauten damit ihre starken Gewinne der vergangenen sechs Monate noch etwas weiter aus. Mit einem Kursplus von knapp unter 50 Prozent sind die Papiere der Favorit unter den 30 Dax-Werten. Gelobt wurde von Händlern mit Blick auf die vorgelegte Quartalsbilanz nun vor allem die wichtige Kernkapitalquote, die Ende März auf 12,5 Prozent gestiegen war.

Der Energiekonzern Eon verdiente hingegen im ersten Quartal deutlich weniger als im Vorjahr. Gestiegene Stromnetzentgelte, höhere Beschaffungskosten im Strom- und Gasbereich in Deutschland und Grossbritannien sowie die Abschaltung des Kernkraftwerks Brokdorf lasteten auf dem Ergebnis. Die Jahresprognose bekräftigte Eon aber. Die Aktien gaben um 0,25 Prozent nach, während sich die von Uniper im MDax mit plus 0,06 Prozent fast unverändert zeigten. Die von Eon 2016 an die Börse gebrachte Kraftwerksabspaltung hatte ebenfalls ihre Quartalszahlen vorgelegt.

MUNICH RE ERWIRTSCHAFTET WENIGER GEWINN ALS ERWARTET

Dax-Schlusslicht waren die Anteilsscheine der Munich Re mit minus 2,58 Prozent. Die Belastungen durch den Zyklon "Debbie" und andere Katastrophen hatte der weltgrösste Rückversicherer zu Jahresbeginn mit Börsengeschäften aufgbefangen und die Gewinnziele für 2017 bekräftigt. Analysten monierten vor allem den geringer als erwarteten Überschuss sowie den Geschäftsbereich Rückversicherung Schaden/Unfall. Die endgültigen Zahlen des Autozulieferers Conti sowie die angehobenen Jahresziele für den Umsatz vermochten nicht zu begeistern. Die Papiere büssten 1,50 Prozent ein.

Aus der zweiten Reihe stachen Symrise und Fraport negativ hervor mit ihren Quartalszahlen und gaben im MDax jeweils 2,2 Prozent ab, während Evonik und K+S nach der Vorlage ihrer Geschäftsberichte an der Index-Spitze um 2,6 und 1,8 Prozent stiegen. Im TecDax büssten Dialog Semiconductor nach einem enttäuschenden Ausblick 2,4 Prozent ein./ck/fbr

(AWP)