Aktien Frankfurt Eröffnung: Im Minus - Thyssenkrupp und Henkel im Blick

Nach dem schwachen Vortag wegen des zugespitzten Nordkorea-Konflikts hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag zunächst weitere Verluste verbucht. Die Berichtssaison läuft unter Volldampf. Zugleich dämpft die Nordkorea-Krise weiter die Laune der Anleger.
10.08.2017 09:57

Der Dax gab im frühen Handel um 0,13 Prozent auf 12 137,93 Punkte nach. Seit gut drei Wochen ist der Dax nun schon in einer Spanne zwischen 12 100 und 12 300 Punkten gefangen. Der MDax der mittelgrossen Werte verlor am Donnerstag bislang 0,58 Prozent auf 24 739,40 Punkte. Im Minus stand auch der Technologiewerte-Index TecDax , und zwar mit 0,61 Prozent bei 2244,54 Zählern. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,16 Prozent runter.

Die Wall Street hatte am Vortag unter dem Eindruck der Nordkorea-Krise erneut im Minus geschlossen, im späten Handel allerdings ihre Verluste etwas eingedämmt. In Asien und hier vor allem in China rutschten die Kurse am Donnerstag weiter ab. Die Entwicklung an den Märkten in Fernost mache deutlich, dass eine potenzielle Auseinandersetzung zwischen Nordkorea und den USA immer noch als grosses Risiko eingestuft werde, hiess es von der National-Bank. Daher scheuten die Anleger auch hierzulande zunächst das Risiko.

THYSSENKRUPP UND HENKEL MIT GESCHÄFTSZAHLEN

Derweil hält die Berichtssaison die Anleger mit zahlreichen Quartalszahlen von Vertretern aus MDax und TecDax in Atem. Mit dem Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp und dem Konsumgüterhersteller Henkel stehen zudem zwei Dax-Werte im Fokus.

Thyssenkrupp gewannen an der Spitze im deutschen Leitindex rund dreieinhalb Prozent. Das Zahlenwerk sei besser als erwartet, sagte ein Händler. Der Markt warte nun aber auf eine Lösung für das europäische Stahlgeschäft. Henkel indes fielen am Dax-Ende um dreieinhalb Prozent. Ein Analyst bemängelte das schwache Umsatzwachstum aus eigener Kraft. Die Jahresziele habe der Konzern zwar bestätigt, aber mit einem vorsichtigen Unterton.

Schwächster MDax-Wert mit minus viereinhalb Prozent waren die Papiere des Spezialchemie-Konzerns Lanxess nach einem überraschend starken Gewinnrückgang im zweiten Quartal. Gleich hinter Lanxess ging es für die Anteile des Kupferherstellers Aurubis nach Zahlen in prozentual ähnlicher Grössenordnung abwärts.

SLM SEHR SCHWACH, EVOTEC BEFLÜGELT

Im TecDax dämmten die Anteile von SLM Solutions ihre vorbörslichen Kursverluste von 11 Prozent auf zuletzt rund 6 Prozent ein. "Der 3D-Drucker-Hersteller hat im ersten Halbjahr erneut enttäuscht. Es wird nun ganz schwer, die Jahresziele noch zu erreichen", sagte ein Börsianer. Nach Vorlage von Geschäftszahlen schnitten dagegen die Aktien von Evotec unter den deutschen Tech-Werten mit einem Plus von mehr als 8 Prozent bisher am besten ab. Evotec profitierte von Meilensteinzahlungen aus Forschungsallianzen./ajx/fbr

(AWP)