Aktien Frankfurt Eröffnung: Nur noch Katzensprung zu Dax-Rekordhoch

(Meldung weiter ausgebaut) - Der Dax hat zum Wochenbeginn erneut zugelegt und steuert auf ein Rekordhoch zu. Im frühen Handel stieg der deutsche Leitindex um 0,52 Prozent auf 12 895,42 Punkte. Bis zur alten Bestmarke von 12 951,54 Punkte aus dem Juni ist es damit nur noch ein Katzensprung. Stützend wirkten ein schwächerer Euro, der den Export erleichtert, sowie positive Vorgaben von der Wall Street. Dort waren der S&P-500-Index und der Nasdaq-Composite am Freitagabend auf neue Höchststände geklettert.
02.10.2017 09:57

Nach der moderaten Erholung vor dem Wochenende ist der Euro zum Wochenstart abermals unter Druck geraten - vor allem wegen des Referendums über die Abspaltung Kataloniens von Spanien. "Die Situation in Katalonien ist unklar. Die Unsicherheit lastet auf dem Euro", schrieb Thomas Altmann von QC Partners. Neben den Koalitionsverhandlungen in Deutschland gebe es damit in der EU "eine weitere Hängepartie", schrieb der Portfolio-Manager in einem Marktkommentar.

Der MDax , in dem die Aktien mittelgrosser Konzerne vertreten sind, legte um 0,38 Prozent auf 26093,87 Punkte zu und markierte damit ein Rekordhoch. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,73 Prozent auf 2451,86 Zähler zu - der höchste Stand seit fast 17 Jahren. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,05 Prozent auf 3596,57 Punkte.

Bereits der September war für den Dax mit einem Plus von rund 6,4 Prozent ungewöhnlich stark verlaufen. "Anleger haben sich zuletzt nach dem Motto 'The Trend is your Friend' verhalten", schrieb QC-Partners-Experte Altmann. Die Nähe zum Allzeithoch lasse die Anleger mutiger werden. Ein Rückschlag dürfe jedoch niemanden überraschen, auch an der Börse wüchsen die Bäume nicht in den Himmel.

Bei den Unternehmen stand die Lufthansa im Fokus. Die Aktie lag mit einem Zugewinn von 2,7 Prozent an der Spitze des Dax und auf dem höchsten Niveau seit fast 17 Jahren. Händler sprachen von einer ungebrochen guten Stimmung für die Papiere angesichts der absehbaren Übernahme grosser Teile von Air Berlin . "Kurz- bis mittelfristig sollte die Lufthansa ihre dominante Marktstellung im deutschen Luftverkehr befestigen", urteilte der Analyst Per-Ola Hellgren von der Landesbank Baden-Württemberg.

Die zuletzt stark unter Druck geratenen Papiere der Merck KGaA erholten sich um 0,6 Prozent. Sie wurden von einer Kaufempfehlung der Berenberg Bank gestützt. Die Bank sieht ein Kurspotenzial von mehr als 20 Prozent. Zuvor hatten negative Aussagen des Pharma- und Chemiekonzerns auf einer Investorenkonferenz für Verstimmung unter Anlegern gesorgt./bek/das

(AWP)