Aktien Frankfurt Eröffnung: Rezessionsgefahr trübt Laune der Dax-Anleger

Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag leicht nachgegeben. Damit weiteten sich die moderaten Abgaben vom Vortag noch etwas aus. Angesichts der weltweiten Handelskonflikte und der immer zahlreicheren geopolitischen Krisen macht das Wort Rezession immer öfter die Runde. Der Dax mit seinen vielen stark vom Export abhängigen Unternehmen gab in den ersten Handelsminuten um 0,34 Prozent auf 11 640,69 Punkte nach.
13.08.2019 09:36

Am Vormittag wird die ZEW-Konjunkturumfrage im August veröffentlicht. Hier äussern sich Analysten und Anleger zu ihren Erwartungen an die Konjunktur und die Kapitalmärkte. "Der ZEW-Index könnte die Angst vor einer nachhaltigen Konjunktureintrübung forcieren", sagte Analyst Martin Utschneider vom Bankhaus Donner & Reuschel. Die Rezessionsgefahren nähmen immer mehr zu.

Der MDax , der die Aktien mittelgrosser Unternehmen umfasst, sank am Dienstag um 0,48 Prozent auf 25 128,86 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone verlor 0,35 Prozent.

Bei den Einzelwerten im Dax sorgte Henkel für Aufsehen. Der Hersteller von Konsumgütern wird vorsichtiger und kürzte die Ziele für das laufende Jahr. Der Kurs sackte daraufhin ab auf den tiefsten Stand seit Anfang Juli. Zuletzt büssten die Papiere knapp 5 Prozent ein und waren damit grösster Verlierer im Dax.

Daneben verloren konjunktursensible Aktien weiter an Boden: Papiere der Lufthansa büssten 3,9 Prozent ein und rutschten auf ein Tief seit mehr als zwei Jahren. Thyssenkrupp fielen um 4 Prozent auf ein seit mehr als 16 Jahren nicht mehr gesehenes Niveau.

Für Furore sorgte in der dritten Reihe die Aktien von Hellofresh . Der Versender von Kochboxen zeigte sich nach dem zweiten Quartal zuversichtlicher für das Gesamtjahr. Der Kurs schnellte um 9 Prozent nach oben auf den höchsten Stand seit November 2018.

Negativ fiel die Kursreaktion auf die Quartalszahlen der Aareal Bank aus, die Papiere fielen um 2 Prozent. Bitter traf es die Aktionäre des einst unter dem Namen Xing firmierenden Karrierenetzwerks New Work. Nach den Zahlen zum zweiten Quartal brach der Kurs um mehr als 9 Prozent ein.

Beim Elektronikhändler Ceconomy fiel der Verlust im zweiten Quartal höher aus als erwartet. Die Anteilsscheine büssten 6,3 Prozent ein. Anleger von Eckert & Ziegler konnten sich hingegen über ein Kursplus von 4,1 Prozent freuen nach den endgültigen Quartalszahlen des Herstellers medizintechnischer Komponenten./bek/mis

(AWP)

 

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