Aktien Frankfurt Eröffnung: Anleger halten sich nach Rally bedeckt

FRANKFURT (awp international) - Dem Dax fehlt nach dem starken Lauf in der ersten Dezember-Hälfte weiterhin die Kraft für grössere Sprünge. Der deutsche Leitindex stieg am Dienstagvormittag um 0,16 Prozent auf 11'445,54 Punkte.
20.12.2016 10:07

Nach der zehnprozentigen Rally seit Anfang des Monats bewegt sich der Dax auf dem höchsten Niveau seit 16 Monaten. Der Index sei dieses Jahr früh dran gewesen und habe bereits eine schöne Jahresendrally gezeigt, sagte Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar. Der Markt befinde sich unverändert in einem Aufwärtstrend, sei aber derzeit tendenziell eher an dessen oberen Ende angekommen.

Für den MDax, der die Aktien mittelgrosser Unternehmen repräsentiert, ging es am Dienstag um 0,07 Prozent auf 21'905,37 Zähler nach oben und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,30 Prozent auf 1'788,45 Punkte.

DEUTSCHE BANK IM BLICK - WARTEN AUF EINIGUNG MIT US-BEHÖRDEN

Die Anteilsscheine der Deutschen Bank bleiben in diesen Tagen einen Blick wert. Laut einem Medienbericht vom Vortag könnte sich der Finanzkonzern noch vor Weihnachten auf einen Vergleich mit den US-Behörden im Streit wegen umstrittener Hypothekengeschäfte aus der Zeit vor Finanzkrise einigen. Nach dem Kursrückschlag vom Wochenstart gewannen die Papiere am Dienstag fast 2 Prozent.

Für die Papiere des Medienunternehmens Axel Springer ging es ebenfalls um fast 2 Prozent nach oben, nachdem die Analysten der britischen Bank HSBC sich optimistisch geäussert hatten. An die Spitze des MDax schafften es aber die Aktien von Wacker Chemie mit plus 2,71 Prozent. Hier verwiesen Händler auf eine deutliche Kurszielerhöhung durch das Investmenthaus Mainfirst.

Die Südzucker-Tochter CropEnergies überzeugte die Anleger mit einem optimistischeren Geschäftsausblick. CropEnergies-Anteile legten um mehr als 5 Prozent zu. Südzucker-Aktien gewannen anderthalb Prozent.

BMW NACH ABSTUFUNG UNTER DRUCK

Die Aktien des Autobauers BMW waren nach einer Abstufung auf "Equal-weight" durch die US-Bank Morgan Stanley mit einem Minus von mehr als einem halben Prozent unter den schwächsten Dax-Werten. Die Analysten wurden nach dem zuletzt guten Lauf der Papiere vorsichtiger.

Noch deutlicher unter Druck gerieten die Fraport-Papiere. Sie knickten um mehr als 3 Prozent ein. Händlern zufolge hatte sich hier Mainfirst vorsichtiger geäussert./mis/das

(AWP)