Aktien Frankfurt Eröffnung: Autowerte schieben den Dax weiter voran

FRANKFURT (awp international) - Starke Nachfrage nach Autoaktien hat die Erholungsrally im Dax am Dienstag am Laufen gehalten. Der deutsche Leitindex gewann in der ersten Dreiviertelstunde 0,62 Prozent auf 9894,68 Punkte. Seit vergangenen Donnerstag legte er damit rund 5 Prozent zu.
12.07.2016 09:59

Der MDax als Index der mittelgrossen Werte kletterte um 0,35 Prozent auf 20 244,60 Punkte, während es für den Technologiewerte-Index TecDax um 0,20 Prozent auf 1633,05 Punkte abwärts ging. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 präsentierte sich dagegen weiter stark.

GUTE NEUIGKEITEN AUS DER AUTOBRANCHE

Von den Überseebörsen kommen weiter Kaufargumente: An der Wall Street war der marktbreite S&P-500-Index auf ein Rekordhoch geklettert und auch in Tokio ging es am Morgen weiter kräftig nach oben. Die US-Berichtssaison startete mit den Alcoa-Zahlen recht positiv. Der Alu-Riese konnte sinkende Metallpreise dank guter Geschäfte mit der Auto- und Flugzeugindustrie abfedern und schnitt besser ab als befürchtet.

Letztlich sind es aber vor allem Neuigkeiten aus der Autobranche, die die Anleger zunächst nicht an Gewinnmitnahmen denken lassen. Richtig gelobt wurden von Analysten die Eckdaten von Daimler , die überraschend am Vorabend vorgelegt wurden. Analyst Jose Asumendi von der Investmentbank JPMorgan sieht das Vertrauen der Anleger in die Jahresziele nun deutlich gestärkt. Ein wichtiger Punkt, nachdem Daimler Mitte Mai seine Prognose für die Lastwagensparte kappen musste, sagte ein Börsianer. Daimler-Aktien setzten ihre kräftige Erholung mit fast 4 Prozent Plus fort.

Auch BMW kommt nach einer kleinen Schwächephase bei den Verkäufen langsam wieder besser in Fahrt. Im Juni wuchs der Absatz des Konzerns um 9,1 Prozent. Die Aktien der Münchner legten um gut 3 Prozent zu. Damit kommt rund die Hälfte der Dax-Gewinne von diesen beiden.

DEFENSIVE NICHT GEFRAGT

Auch Bankentitel wie Deutsche Bank und Commerzbank konnten sich weiter von ihren Rekordtiefs aus der vergangenen Woche absetzen. Wenig gefragt war dagegen Defensive: Beiersdorf , Henkel und FMC , die zu den grössten Profiteuren der Unsicherheit nach dem Brexit-Votum der Briten gehört hatten, litten unter Abgaben./ag/zb

(AWP)