Aktien Frankfurt Eröffnung: Daimler und Deutsche Bank belasten den Dax

Der Dax hat am Donnerstag wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Der wieder stärkere Euro und die nach der Bilanzvorlage schwachen Aktien von Daimler und der Deutschen Bank belasteten den deutschen Leitindex. Er verlor im frühen Handel 0,40 Prozent auf 11 612,97 Punkte, nachdem er sich tags zuvor noch etwas von seinem jüngsten Rückschlag erholt hatte.
02.02.2017 10:01

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 0,30 Prozent auf 3249,07 Punkte nach. MDax und TecDax drehten derweil ins Plus: Der Technologie-Index gewann 0,17 Prozent auf 1853,41 Punkte und der Index der mittelgrossen Werte rückte um 0,30 Prozent auf 22 644,88 Punkte vor. Der Eurokurs stieg zugleich wieder über die Marke von 1,08 Dollar.

DAIMLER UND DEUTSCHE BANK ENTTÄUSCHEN

Die Berichtssaison hat den Dax aktuell im Griff: Durchwachsene Quartalszahlen jagten die Aktien der Deutschen Bank um 6,8 Prozent in den Keller. Angesichts teurer Rechtsstreitigkeiten und des Konzernumbaus fuhr das Finanzhaus das zweite Jahr in Folge einen Milliardenverlust, der zudem höher als von Analysten erwartetet ausfiel. Die Anteilsscheine von Daimler verloren nach Zahlen zum Schlussquartal 2016 und insbesondere einem vorsichtigen Ausblick für das neue Jahr 3,5 Prozent.

Der Halbleiterhersteller Infineon bekräftigte derweil nach einem guten Start ins laufende Geschäftsjahr 2016/17 seine Prognosen auf Grundlage eines Eurokurses von 1,10 Dollar. Die Papiere kletterten daraufhin um 1,6 Prozent und stiegen auf den höchsten Stand seit 15 Jahren.

Der Elektrokonzern Siemens wird ex Dividende in Höhe von 3,60 Euro gehandelt.

HANNOVER RÜCK HEBT GEWINNZIEL 2017 AN

Im Fokus stehen zudem auch einige Werte aus der zweiten Reihe: Bei Hannover Rück beflügelten überraschend gute Vertragsabschlüsse die Gewinnhoffnungen für 2017 und liessen die Papiere im MDax um 2 Prozent steigen. Der weltweit drittgrösste Rückversicherer rechnet daher im laufenden Jahr mit einem Nettogewinn von mehr als eine Milliarde Euro. Bisher waren mindestens 950 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden.

Salzgitter allerdings waren Spitzenwert mit plus 4,1 Prozent. Analyst Eugene King von der US-Investmentbank Goldman Sachs empfiehlt die Aktie nun zum Kauf, nachdem er sie bislang als "Verkauf" eingestuft hatte. Das Kursziel stockte er in seiner Branchenstudie zu europäischen Stahlherstellern zugleich von 26,50 auf 45,00 Euro auf. Er erwartet, dass sich die überdurchschnittliche Kursentwicklung der europäischen Stahlaktien aus dem vergangenen Jahr fortsetzt. Salzgitter sei anderen Stahltiteln zuletzt hinterher gelaufen und habe daher entsprechend grösseres Potenzial.

Eine Aktienplatzierung drückte die Hella-Papiere um 1,10 Prozent, womit sie Schlusslicht im MDax waren./ck/ag

(AWP)