Aktien Frankfurt Eröffnung: Gute Börsenstimmung in Japan färbt ab

FRANKFURT (awp international) - Die Kauflaune in Japan hat am Mittwoch auch die Dax-Anleger angesteckt. Der deutsche Leitindex gewann im frühen Handel 0,53 Prozent auf 10'301,80 Punkte. Damit notiert der Leitindex über seinem Schlusskurs am Tag vor dem Ergebnis des Brexit-Votums. Die kurzfristige Erholung sei weiter intakt, hiess es von den Experten des Börsen-Statisitikmagazins Index-Radar.
27.07.2016 10:07

Der MDax als Index der mittelgrossen deutschen Unternehmen stieg am Mittwochmorgen um 0,30 Prozent auf 21'070,66 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,94 Prozent vor auf 1'707,84 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,49 Prozent auf 2'993,45 Punkte hoch.

An Tokios Börse war es am Morgen kräftig nach oben gegangen. Der Nikkei Nikkei-225-Index schloss 1,7 Prozent fester. Am Markt wurde nach einem entsprechenden Medienbericht darauf gesetzt, dass Premier Shinzo Abe noch im Tagesverlauf Details zu einem 254 Milliarden US-Dollar schweren Massnahmenpaket veröffentlichen wird. Die meisten Volkswirte rechnen zudem mit weiteren Liquiditätsspritzen der Bank of Japan am Freitag.

DAX-SCHWERGEWICHTE MIT ZAHLEN IM FOKUS

Im Fokus hierzulande standen die Quartalsberichte der Dax-Grössen BASF, Bayer und Deutsche Bank sowie des MDax-Konzerns Airbus. Am Nachmittag könnten US-Konjunkturdaten bewegen, bevor am Abend die Zinsentscheidung der US-Notenbank das Interesse auf sich zieht. Es wird erwartet, dass die Fed den Leitzins weiter in der Spanne von 0,25 bis 0,50 Prozent lässt.

Bester Wert im Dax waren die Anteile von Volkswagen mit einem Aufschlag von mehr als 3 Prozent. Die Wolfsburger konnten mit ihrer Marke VW trotz des Abgasskandals erstmals seit Monaten wieder ein kräftiges Plus bei den Autoverkäufen einfahren.

Die Bayer-Papiere profitierten mit plus 0,73 Prozent von der aufgestockten Gewinnprognose für 2016. Mit Blick auf die Ergebnisse des zweiten Quartals lobte ein Börsianer die starke Profitabilität. Die Umsatzentwicklung schwächele dagegen etwas.

DEUTSCHE BANK ABERMALS SEHR SCHWACH

Nach der Bekanntgabe der jüngsten Geschäftszahlen sackten die Aktien der Deutschen Bank als Dax-Schlusslicht um annähernd 5 Prozent ab. Die LBBW sprach zwar von einem Quartalsbericht ohne Überraschungen, doch die harte Kernkapitalquote liege weiterhin unter den Anforderungen, die im Jahr 2019 voraussichtlich gelten würden. Bereits am Vortag hatten die Papiere des grössten deutschen Geldhauses nach einem enttäuschend aufgenommenen Quartalsbericht der Commerzbank deutlich nachgegeben.

Mit minus 2,83 Prozent präsentierten sich auch die Anteile der BASF ebenfalls sehr schwach. Ein Händler nannte das Zahlenwerk des Chemiekonzerns durchwachsen. Er verwies zudem darauf, dass die Ludwigshafener selbst ihre Ziele als fordernd bezeichnet hätten. Niedrige Öl- und Gaspreise hatten erneut auf der Bilanz des weltgrössten Chemiekonzerns gelastet.

JUNGHEINRICH, AIRBUS UND OSRAM

Im MDax erklommen die Papiere des Gabelstapler-Herstellers Jungheinrich nach einem Vorstandsinterview in der Börsen-Zeitung mit plus dreieinhalb Prozent den ersten Platz. Die Titel des Flugzeugbauers Airbus gewannen nach Halbjahreszahlen und bestätigter Jahresprognose eineinhalb Prozent dazu. Für die Aktien des Lichttechnikspezialisten Osram ging nach einem Gewinneinbruch im zweiten Quartal um fast 7 Prozent abwärts./ajx/das

(AWP)