Aktien Frankfurt Eröffnung: Leichte Einbussen vor US-Zinsentscheid

FRANKFURT (awp international) - Vor der US-Leitzinsentscheidung ist am deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte Zurückhaltung angesagt. Auch von den asiatischen Börsen kamen am Mittwochmorgen keine starken Impulse. Die amerikanische Notenbank Fed dürfte zum zweiten Mal nach der weltweiten Finanzkrise ihren Leitzins anheben. Ein Zinsschritt gilt am Markt aber als eingepreist. Aus Expertensicht ist es deshalb auch viel interessanter, welchen Kurs die Fed im kommenden Jahr fährt.
14.12.2016 09:49

Der Dax notierte im frühen Handel 0,20 Prozent tiefer bei 11 261,52 Punkten. Tags zuvor hatten die Anleger nach einem ruhigen Wochenauftakt nochmals zugegriffen und den deutschen Leitindex mit 11 300 Punkten auf einen weiteren Höchststand seit einem Jahr getrieben. Seit dem Zwischentief bei rund 10 400 Punkten Anfang des Monats gewann der Dax damit gut 8,5 Prozent.

Der MDax der mittelgrossen Werte verlor 0,05 Prozent auf 21 758,46 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,48 Prozent auf 1741,69 Punkte abwärts. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone sank um 0,34 Prozent auf 3225,85 Zähler.

PFANDBRIEFBANK BRECHEN EIN

Unter den Einzelwerten im Dax stachen die Aktien von BMW und Continental nach Analystenkommentaren mit deutlich gegenläufigen Kursbewegungen hervor. Die Deutsche Bank senkte die Conti-Papiere von "Buy" auf "Hold" ab, stufte die BMW-Titel hingegen von "Hold" auf "Buy" hoch und hob das Kursziel von 90 auf 110 Euro an. Conti verloren als einer der schwächsten Werte im Leitindex zuletzt ein halbes Prozent, während BMW um 1,3 Prozent zulegten. Auch die Titel von Carl Zeiss Meditec profitierten von einer Kaufempfehlung der HSBC und waren mit einem Plus von 4,6 Prozent Top-Wert im TecDax.

Sorgen um eine mögliche Haftung für Altlasten der Hypo Real Estate (HRE) liessen die Aktien der Deutschen Pfandbriefbank um mehr als 10 Prozent einbrechen. Die Rechtsnachfolgerin der HRE muss möglicherweise für Verluste von umgerechnet 134 Millionen Euro durch ausgelagerte HRE-Kredite haften. Equinet-Analyst Philipp Hässler sprach von einer klar negativen Überraschung, die zu einer Kürzung der regulären Dividende und einem Wegfall der erwarteten Sonderausschüttung führen könnte.

METRO AN MDAX-SPITZE NACH ZAHLEN

Die Metro-Aktien reagierten mit einem Kurssprung von zuletzt knapp 5 Prozent auf aktuelle Geschäftszahlen und den Dividendenvorschlag. Damit standen sie klar an der Spitze des MDax. Der vor seiner Aufspaltung stehende Handelskonzern will seinen Aktionären für das Geschäftsjahr 2015/16 (Ende September) wie im Vorjahr eine Dividende von 1 Euro je Stammaktie zahlen.

Die Aurubis-Papiere sackten um 3,7 Prozent ab. Der Kupferhersteller rechnet nach einem schwachen Geschäftsjahr trotz hoher Unsicherheiten wieder mit mehr Schwung. Im laufenden Geschäftsjahr 2016/17 soll der Gewinn vor Steuern "deutlich" zulegen. Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr sackte das operative Ergebnis vor Steuern um 38 Prozent ab. Der Umsatz fiel wegen niedrigerer Kupferpreise um 14 Prozent./edh/fbr

(AWP)