Umsatz mit strukturierten Produkten im zweiten Quartal deutlich höher

Der Umsatz mit schweizerischen strukturierten Produkten lag im zweiten Quartal 2017 laut dem Branchenverband bei 70,7 Mrd CHF. Damit habe sich die Wertschöpfung der grössten Emittenten des Schweizerischen Verbands für Strukturierte Produkte (SVSP) im Vergleich zum Vorjahr um 24% erhöht, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Im gesamten Halbjahr lag die Steigerung damit bei 16%.
21.07.2017 12:35

Die von der Boston Consulting Group erstellte Statistik berücksichtige sowohl gelistete, als auch nicht börsenkotierte Produkte, die in oder für die Schweiz kreiert und national sowie international abgesetzt würden, heisst es. An der jüngsten Erhebung nahmen die SVSP-Mitglieder Barclays Capital, Banque Cantonale Vaudoise, Credit Suisse, Commerzbank, Goldman Sachs, Julius Bär, Leonteq, Notenstein La Roche, UBS, Vontobel sowie ZKB teil.

Im zweiten Quartal hätten sich die Umsatzanteile im Vergleich zum Vorjahr nach Produktgruppen verschoben. Das Gros entfiel mit 58% erneut auf Renditeoptimierungsprodukte. Partizipationsprodukte stellten den zweitgrössten Anteil mit 14,5%, und Hebelprodukte generierten 14,2% der Gesamtumsätze. Kapitalschutzprodukte verzeichneten weiterhin eine steigende Nachfrage und im Vergleich zum ersten Quartal 2017 einen Anstieg von 15%.

Die häufigsten Basiswerte bildeten zudem weiterhin Aktien und Devisen. Aktien stellten mit 49% weiterhin den grössten Anteil der Anlageklassen dar, wobei der Vorjahreswert 45% betrug. Verglichen mit dem Vorjahr verringerte sich der Anteil von Foreign-Exchange-Produkten am Schweizer Markt hingegen von 45% auf 34%. Der Fixed-Income-Umsatz steigerte sich um 158%, was einem Marktanteil von 12% entspricht.

Nicht-kotierte Produkte stellten mit 71% weiterhin den Grossteil der Produkte. Obwohl auf den Primärmarkt ein stabil gebliebener, grösserer Umsatzanteil entfiel (66%), fanden erneut rund 95% aller Transaktionen im Sekundärmarkt statt.

Die Hauptwährungen für die strukturierten Produkte waren mit 89% des Umsatzvolumens USD, EUR und CHF. Der USD ist mit einem Anteil von 42% nach 36% im Vorjahr erneut die Hauptwährung. Der EUR-Anteil sank dagegen auf 29%, der CHF-Anteil blieb unverändert bei 18%.

ys/ra

(AWP)