AMS-Aktien dank einer Kaufempfehlung für den Rivalen Dialog Semi rege gefragt

Die Aktien des Sensorenherstellers AMS werden am frühen Dienstagnachmittag von Anschlusskäufen erfasst und auf neue Mehrjahreshöchstkurse getragen. Beobachter führen die Anlage- und Deckungskäufe auf eine aggressive Kaufempfehlung von JPMorgan für die Valoren des Rivalen Dialog Semiconductor zurück. Beide Unternehmen beliefern das US-Kultunternehmen Apple.
21.02.2017 14:34

Um 14.30 Uhr haussieren AMS Inhaber um 6,8% auf 46,95 CHF und damit auf den höchsten Stand seit dem Frühsommer 2015. Der Gesamtmarkt (SPI) gewinnt im Gegenzug 0,49%. Anders als die Handelsaktivitäten in den Basiswerten werden die Derivatumsätze als eher dünn bezeichnet.

Wie es heisst, stuft JPMorgan in einer Unternehmensstudie über den in Konkurrenz zu AMS stehenden Apple-Zulieferer Dialog Semiconductor dessen Aktien gleich um zwei Stufen auf "Overweight" von "Underweight" herauf. Nach einer Erhöhung der Umsatzschätzungen für die kommenden Jahre um bis zu 22% beziffert der Studienautor das Kursziel neu auf 52 EUR.

Die vom Experten als Argument angeführte zusätzliche Nachfrage des Grosskunden Apple nach Komponenten für die für diesen Herbst geplante neuste Version des beliebten Smartphones iPhone weckt auch bei AMS Wachstumsfantasien. Durch die kürzlich bekanntgewordene Übernahme von Heptagon ist die Abhängigkeit des Sensorenherstellers vom US-Grosskunden sogar noch gestiegen.

JPMorgan ist nicht die einzige Investmentbank, welche im kommenden iPhone 8 einen Verkaufsschlager sieht. Davon würden auch die Zulieferer von Apple grundlegend profitieren, so lautet der Tenor.

Händlern zufolge führten AMS und Dialog Semiconductor vor wenigen Jahren sogar schon einmal Gespräche über einen Zusammenschluss. Diese scheiterten damals allerdings an zu unterschiedlichen Preisvorstellungen der beiden Parteien. Seither werden grossen US-Chipproduzenten bei AMS immer mal wieder Übernahmeabsichten nachgesagt. In Frankfurt gewinnen die Aktien des Rivalen Dialog Semiconductor zur Stunde um 4,8% auf 47,50 EUR.

lb/cf

(AWP)