Bankiervereinigung wünscht schnelle Fortschritte mit EU in Äquivalenzanerkennung

Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) zeigt sich nach dem Besuch von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Bern mit der Entwicklung im Finanzmarkt-Dossier noch nicht zufrieden. So seien im Bereich der Äquivalenzanerkennung noch nicht genügend Fortschritte erzielt worden, liess der Branchenverband am Freitag auf AWP-Anfrage verlauten. "Die Anerkennung äquivalenter Regulierung ist eine Bedingung für den Zutritt zum EU-Markt."
24.11.2017 11:57

Die Bankiervereinigung begrüsse die bevorstehende Anerkennung der Äquivalenz der Schweizer Börsenregulierung, so SBVg-Sprecherin Sindy Schmiegel. Gleichzeitig weise man jedoch darauf hin, dass weitere wichtige Äquivalenzverfahren für die Finanzindustrie noch nicht abgeschlossen seien. "Entscheidend ist nun, dass auch die politischen Entscheide auf Stufe EU-Kommission zu den ausstehenden Äquivalenzverfahren so rasch wie möglich gefällt werden."

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker war am Donnerstag vom Gesamtbundesrat empfangen worden. Während die Schweizer Regierung der EU die Zahlung eines Kohäsionsbeitrags über 1,3 Mrd CHF zugesichert hat, konnten im Rahmenabkommen über institutionelle Fragen keine Fortschritte vermeldet werden. Dagegen hatte Bundespräsidentin Doris Leuthard Fortschritte in diversen anderen Bereichen vermeldet.

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(AWP)