Banque Reyl akzeptiert Urteil in Cahuzac-Affäre

Die Reyl & Cie und ihr CEO François Reyl ziehen einen Schlussstrich unter die sogenannte Cahuzac-Affäre. Das Urteil des Gerichts werde nun akzeptiert, und die Geldbussen würden bezahlt, bestätigte die Bank am Montag gegenüber AWP einen Bericht des Westschweizer Magazins "Bilan". Im Dezember hatte das Institut noch erklärt, das Urteil werde weitergezogen.
31.07.2017 10:40

Man sei in erster Instanz trotz der grundlegenden Art der Argumente gescheitert, begründete nun ein Anwalt von Reyl gegenüber "Bilan" den Meinungsumschwung. Das Magzin zitiert im Bericht ausserdem anonyme Quellen, wonach das Finanzinstitut einen "zweiten politischen Prozess" habe vermeiden wollen.

Das französische Gericht hatte im letzten Dezember die Bank zu einer Busse von 1,875 Mio EUR und den CEO François Reyl zu einer bedingten Gefängnisstrafe von einem Jahr und zu einer Busse von 375'000 EUR verurteilt. Es war zum Schluss gekommen, dass die Bank Reyl als "Instrument für die Verschleierung von Guthaben" des früheren französischen Finanzministers Jérôme Cahuzac gedient habe.

rw/uh

(AWP)