Deutscher Bekleidungskonzern Gerry Weber stellt Marke Talkabout ein

Der angeschlagene deutsche Modekonzern Gerry Weber will sich auf seine Kernmarken konzentrieren. Daher stelle das Unternehmen die auch in der Schweiz vertretene Konzernmarke Talkabout nach nur gut zwei Jahren ein.
25.10.2018 15:20

Die Mitarbeitenden sollen "weitestgehend" im Unternehmen verbleiben, teilte Gerry Weber am Donnerstag in einem Communiqué mit. "Angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen, vor denen wir als Unternehmen stehen, bündeln wir unsere Kräfte und konzentrieren uns auf unser Kerngeschäft", erklärte Konzernchef Johannes Ehling.

Die Gruppe wolle sich zukünftig nur noch auf die Kernmarken Gerry Weber, Taifun, Samoon und Hallhuber fokussieren. Die Talkabout-Mitarbeiter seien über diesen Schritt informiert worden, hiess es weiter.

Der Start des jüngsten Labels Talkabout erfolgte im Juni 2016. Die Marke wurde ausschliesslich für Grosshandelskunden entwickelt und zählte zuletzt rund 170 Kunden in Deutschland, Österreich, Benelux und in der Schweiz. Die letzte Kollektion werde im Februar 2019 ausgeliefert.

Die Gerry Weber International AG hat weltweit rund 6'500 Mitarbeitende und zählt zu den grössten börsennotierten Modekonzernen in Deutschland. Wie viele Angestellte von der Restrukturierung bei Talkabout betroffen sind, gibt der Konzern nicht bekannt.

Gerry Weber kämpft seit geraumer Zeit mit Umsatzrückgängen und roten Zahlen. Der Wert der Gerry-Weber-Aktie hatte sich in den vergangenen zwölf Monaten mehr als halbiert.

sta/jb

(AWP)