Devisen: Dollar gibt zum Euro und Franken nach

Der Euro hat am Mittwoch weiter zugelegt. Im Hoch stieg die Gemeinschaftswährung auf 1,1853 USD und damit auf den höchsten Stand seit mehr als drei Wochen. Gewinne gegenüber dem US-Dollar verbuchten auch der Schweizer Franken und der japanische Yen. Neben dem US-Dollar stand auch die norwegische Krone unter Druck.
15.11.2017 13:50

Am Morgen hatte SNB-Präsident Thomas Jordan gegenüber dem Bundesrat in der jährlichen Aussprache betont, dass die Geldpolitik mit Negativzins und Interventionsbereitschaft angesichts des weiter hoch bewerteten Frankens weiterhin angebracht sei. Der Euro kostet derzeit 1,1680 CHF und notiert damit nur knapp unter dem Ende Oktober markierten Höchststand seit Aufgabe des Euromindestkurses Anfang 2015. Der US-Dollar geht am Mittag mit 0,9859 CHF nach 0,9890 am Morgen um.

EURO PROFITIERT VON MAKRODATEN

Der Euro profitiert seit Dienstag von robusten Konjunkturdaten aus Deutschland und der Eurozone. Am Mittwoch war die schlechte Börsenstimmung marktbestimmend. Der japanische Yen, der wie der Franken traditionell als sicherer Hafen gilt, legte zum Dollar spürbar zu. Auch der Euro konnte aus der Suche nach Sicherheit und angesichts der soliden Euroraum-Konjunktur zulegen.

Die norwegische Krone verlor dagegen gegenüber dem US-Dollar mehr als ein Prozent. Als Grund wurde der anhaltende Rückgang der Öl- und Rohstoffpreise genannt. Rohstoffe gelten als riskantes Investment. In Zeiten höherer Unsicherheit und schlechterer Börsenstimmung geraten sie meist unter Druck. Die Währungen von Ländern, die wie Norwegen stark vom Rohstoffexport abhängig sind, werden durch Preisrückgänge am Rohstoffmarkt oft belastet.

Im Nachmittagshandel dürften Anleger einen genauen Blick auf amerikanische Konjunkturdaten werfen. Veröffentlicht werden zum einen Umsatzzahlen aus dem Einzelhandel, die Hinweise auf die Entwicklung des privaten Konsums geben. Zum anderen werden Inflationsdaten erwartet, die für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed von Bedeutung sind.

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(AWP)