Devisen: Dollar legt zu - Trump-Pläne und Yellen-Aussagen stützen

Der Euro hat am Mittwoch seine Kursverluste seit Beginn der Woche fortgesetzt. Händler nannten als Grund einen Mix aus Spekulationen auf eine US-Steuerreform und auf eine weitere Zinserhöhung durch die amerikanische Notenbank. Am Nachmittag fiel die Gemeinschaftswährung auf ein Tagestief von 1,1717 USD, nachdem der Kurs am frühen Morgen noch knapp unter 1,18 USD gestanden hatte. Aktuell kostet der Euro 1,1731 USD.
27.09.2017 17:09

Auch zum Schweizer Franken gibt die Gemeinschaftswährung nach und notiert nun mit 1,1436 CHF nach Kursen von 1,1450 CHF um die Mittagsstunden. Der US-Dollar liegt derweil wieder klar über der Schwelle von 0,97, die er in der Nacht auf heute zurückerobert hat. Der "Greenback" kostet aktuell 0,9748 CHF.

Der "Greenback" konnte zu allen wichtigen Währungen der Welt mehr oder weniger stark zulegen. Einmal mehr richtet sich das Interesse auf eine von US-Präsident Donald Trump grossspurig angekündigte Steuerreform. Zuletzt hatten mehrere Medien gemeldet, dass die Regierung in Washington im Verlauf des Tages Details der lange erwarteten Steuerpläne vorstellen will.

Zusätzlichen Auftrieb erhielt der Dollar durch Spekulationen auf eine weitere Zinserhöhung in den USA, während der Euro im Gegenzug weiter unter Druck geriet. Jüngste Äusserungen der Vorsitzenden der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, deuten auf einen Zinsschritt im Dezember hin. Trotz einer vergleichsweise niedrigen Inflation will die Fed ihre Zinserhöhungen "eisern fortsetzen", kommentierte Devisenexperte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank. "In dubio pro Zinserhöhung scheint ihr Motto zu sein."

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87565 (0,87775) britische Pfund und 132,60 (131,99) japanische Yen fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1'282,55 (1'300,05) Dollar gefixt.

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(AWP)