Devisen: Dollar steigt zu Euro und Franken - Mexikanischer Peso gewinnt

FRANKFURT (awp international) - Der US-Dollar hat am Montag bis zum frühen Nachmittag zum Euro und zum Schweizer Franken leicht zugelegt. Die Gemeinschaftswährung verliert auf 1,1164 nach 1,1179 USD am Morgen. Zum Franken legt der Dollar auf 0,9814 von 0,9791 CHF zu. Der Euro zum Franken notiert derweil auf 1,0954 nach 1,0946 CHF am Morgen.
10.10.2016 13:44

Für das Währungspaar EUR/CHF heben die Experten der ZKB in einem technischen Kommentar hervor, dass das Paar zwar den ersten Widerstand bei 1,0950 testen konnte, ein Aufwärtstrend dürfte sich aber erst jenseits der Marke von 1,0980 entwickeln. Mit Blick auf das USD/CHF-Paar heben die Experten hervor, dass die wichtige Marke bei 0,9830 CHF zwar zeitweise überschritten wurde, die Kurse aber nicht gehalten werden konnten.

Mit Blick auf den Euro heisst es im Handel, robuste Konjunkturdaten aus Deutschland und Italien konnten im bisherigen Verlauf keinen nachhaltigen Rückenwind verleihen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind die deutschen Ausfuhren im August zum Vormonat so stark wie seit über sechs Jahren nicht mehr gestiegen. Die Zuwächse waren sowohl innerhalb wie auch ausserhalb der Europäischen Union deutlich. Auch die Importe, ein Indikator für die Binnennachfrage, legten zu.

Positive Zahlen kommen zudem aus der italienischen Industrie. Dort stieg die Produktion im August gegenüber dem Vormonat so stark an wie zuletzt im Januar. Zudem wurden Zahlen für Juli nachträglich nach oben korrigiert. Die Daten folgen auf ebenfalls robuste Produktionswerte aus Deutschland, Frankreich und Spanien.

Gewinne verbuchen am Montag der mexikanische Peso und der kanadische Dollar. Am Markt wird dies mit der Veröffentlichung eines Videos erklärt, in dem sich US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump sexuell abschätzig über Frauen äussert. Vor allem die Währung Mexikos gilt als Stimmungsbarometer im US-Wahlkampf, weil das Land stark von einem Wahlsieg Trumps betroffen wäre.

Am Nachmittag stehen nur wenige Konjunkturdaten an, die an den Märkten für Bewegung sorgen könnten. Auch ranghohe Notenbanker halten sich mit Wortmeldungen zurück.

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(AWP)