Devisen: Dollar wegen Sturmflut und Raketen unter Druck - Gefragter Franken

Der Euro hat seinen Höhenflug am Dienstag fortgesetzt. Erstmals seit Anfang 2015 sprang der Kurs wieder über die Marke von 1,20 USD. In der Spitze mussten für einen Euro 1,2070 USD gezahlt werden.
29.08.2017 14:08

Dagegen nahm der Euro gegenüber dem Schweizer Franken nach einem vorübergehenden Zwischenhoch stetig ab. Aktuell wird er bei 1,1374 CHF gehandelt und liegt damit unter den 1,1413 CHF vom Dienstagmorgen. Der US-Dollar notiert derweil deutlich tiefer bei 0,9443 (0,9526) CHF. Zwischenzeitlich fiel er auf 0,9430 CHF und damit auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren. Händler verweisen auf die Funktion des Frankens als Fluchtwährung in unsicheren Zeiten.

Zuletzt hat der Euro einen Schub erhalten, weil die Europäische Zentralbank keine grossen Anstalten macht, dem Kursanstieg Einhalt zu gebieten. Gleichzeitig zeigt auch eine Dollar-Schwäche Wirkung. Laut Experten war die US-Währung zuletzt auch wegen der Sturmflut in Texas und des neuerlichen Raketentests Nordkoreas unter Druck geraten. Im Gegenzug konnte der Euro weiter zulegen.

Seit April gewinnt die Gemeinschaftswährung tendenziell an Wert. Der Kurs steht mittlerweile knapp 15 Prozent höher als zu Beginn des Jahres. Fachleute nennen mehrere Gründe für die Kursstärke des Euro: Grundsätzlich wird auf eine robustere Euroraum-Wirtschaft verwiesen. Ausserdem spielt die Sorge vor einem Erstarken eurokritischer Parteien kaum noch eine Rolle im gemeinsamen Währungsraum.

jkr/jsl/das/ab/rw

(AWP)