Devisen: Druck auf Eurokurs dauert an - EUR/CHF um die 1,08

Der Euro hat am Mittwoch im späten US-Devisenhandel weiter unter Druck gestanden. Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung mit 1,1824 US-Dollar nur knapp über ihrem Tagestiefstand.
02.09.2020 20:56

Zum Schweizer Franken notiert der Euro mit 1,0797 zwar ebenfalls klar tiefer als am Morgen, aber auch wieder klar über dem Tagestiefststand von 1,0774. Ein Dollar kostet derweil 0,9130 Franken nach 0,9112 Franken am späten Nachmittag - hier hält die Aufwärstendenz also an.

Am Dienstag war der Eurokurs noch erstmals seit gut zwei Jahren über die Marke von 1,20 Dollar gestiegen. Die Gewinne wurden aber nicht gehalten. Zunächst hatten solide Konjunkturdaten aus den USA für einen steigenden Dollarkurs gesorgt und den Euro im Gegenzug belastet. Dann hatte EZB-Chefvolkswirt Philip Lane am Dienstagabend gesagt, dass der Wechselkurs "wichtig" sei, auch wenn die EZB keinen bestimmten Kurs anstrebe.

Nach Einschätzung von Experten der Dekabank machen die Äusserungen des Notenbankers deutlich, dass der Wechselkurs des Euro für die Notenbank von Relevanz sei. Ein Anstieg über die psychologisch wichtige Marke von 1,20 Dollar dürfte "zunehmenden verbalen Gegenwind der EZB" hervorrufen, hiess es bei der Dekabank. Auch deshalb geriet der Eurokurs unter Druck. Ein festerer Euro könnte laut Beobachtern die Exportwirtschaft der Eurozone belasten.

bek/he/rw

(AWP)

 
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