Devisen: Euro bewegt sich gegnüber Dollar und Franken nur gering

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat sich am Dienstag kaum von der Stelle bewegt. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1235 USD und damit in etwa so viel wie am Morgen. Die Kursschwankungen fielen mit weniger als einem halben Cent gering aus.
13.09.2016 13:42

Auch die Bewegungen beim Währungspaar EUR/CHF hielten sich in engen Grenzen. Aktuell wird der Euro zu 1,0925 nach 1,0917 CHF am Morgen gehandelt. Ein leichter Aufwärtstrend könne sich erst über 1,0975 etablieren, heisst es aus technischer Sicht der ZKB. Unter 1,0885 würde sich das Bild indes eintrüben.

Der US-Dollar kostet derweil mit 0,9720 CHF genau gleich viel wie am Morgen. Ein klares Unterschreiten von 0,9695 dürfte den USD/CHF in eine "zumindest kurzfristige Abwärtstendenz stürzen", so die ZKB. Erst ein Überschreiten von 0,9810 würde den Ausblick für den USD dagegen aufhellen

Starke Impulse blieben im Handel zwischen Euro und Dollar am Vormittag aus. Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland stagnierten im September, nachdem sie sich im August von einem deutlichen Rückgang infolge des Brexit-Votums erholt hatten. Das ZEW geht von einer unverändert guten Wirtschaftslage im kommenden halben Jahr aus. Allerdings seien die konjunkturellen Impulse derzeit nicht eindeutig.

Unter Druck geriet unterdessen das britische Pfund. Auslöser waren Inflationsdaten, die unter den Markterwartungen blieben. Analysten argumentierten, die Entwicklung lasse der britischen Notenbank Spielraum, falls sie ihre Geldpolitik nochmals lockern wolle. Als Reaktion auf die Entscheidung der Briten, die Europäische Union verlassen zu wollen, hatte die Bank of England im August ihren Leitzins gesenkt und ihre Anleihekäufe wieder aufleben lassen.

Im Nachmittagshandel stehen keine Konjunkturdaten aus den USA an. Am Vorabend hatte eine ranghohe US-Notenbankerin Erwartungen auf eine baldige Zinsanhebung in den USA gedämpft. Lael Brainard sprach sich für eine vorsichtige Vorgehensweise in der beabsichtigten Zinsstraffung aus. Brainard gehört dem Direktorium der Fed an und zählt damit zur Führungsriege. Sie gilt als Vertreterin einer sehr lockeren Geldpolitik. In der kommenden Woche trifft sich der geldpolitische Ausschuss der Fed, um über den Leitzins zu beraten.

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(AWP)