Devisen: Euro bewegt sich kaum von der Stelle - Zum Franken kurz über 1,15

Der Euro hat am Montag im US-Devisenhandel auf der Stelle getreten. Die Gemeinschaftswährung kostet am späten Abend 1,1952 US-Dollar und handelt somit minimal über dem Schlusskurs vom Freitag. Am Mittag war der Euro in der Spitze noch bis auf 1,1969 gestiegen.
18.09.2017 21:15

Zum Franken kostet der Euro mittlerweile 1,1487 CHF und damit etwas mehr als noch am Morgen sowie am Freitagabend. Am frühen Montagabend stieg das EUR/CHF-Währungspaar sogar kurzzeitig über die Marke von 1,15 CHF. Aus charttechnischer Perspektive würden die Momentum-Indikatoren derzeit keinen Abwärtsdruck mehr anzeigen, schrieb die ZKB in einem Kommentar. Auf Sicht der nächsten ein bis zwei Monaten rechnet das Institut mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends bis 1,16.

Der Dollar-Franken-Kurs legte zum Wochenstart ebenfalls etwas zu und notiert aktuell bei 0,9612 CHF. Hier dürfe auf mittlere Sicht mit erneuten Abgaben bis 0,94 gerechnet werden, solange der Widerstand von 0,975 nicht nach oben durchbrochen wird, so die Devisentechniker der ZKB.

Der Handel zwischen Euro und Dollar verlief am Montag überwiegend impulslos. Zum Wochenauftakt standen nur wenige Konjunkturdaten an. Am US-Häusermarkt trübte sich die Stimmung im September zwar ein. Der Interessenverband NAHB führte dies aber auch auf Auswirkungen der schweren Stürme Harvey und Irma zurück. Inflationsdaten aus dem Euroraum bewegten die Devisenkurse ebenfalls kaum, weil lediglich vorläufige Zahlen bestätigt wurden. Die Teuerung zog im August von 1,3 auf 1,5% an.

Die Marktteilnehmer hielten sich am Montag auch deshalb zurück, weil im Laufe der Woche ein geldpolitisches Grossereignis ansteht. Die US-Notenbank Fed gibt am Mittwoch neue Entscheidungen bekannt. Es wird damit gerechnet, dass sie den Startschuss zur Verringerung ihrer durch Krisenmassnahmen aufgeblähten Bilanz gibt. Ausserdem wird mit Spannung verfolgt werden, welche Hinweise das Fed auf ihre Geldpolitik gibt. Eine Frage ist, ob die Notenbank ihren Leitzins in diesem Jahr noch ein weiteres Mal erhöhen will.

/bek/tos

(AWP)