Devisen: Euro bewegt sich kaum - Yen und Franken gefragt

Der Euro hat sich am Donnerstag bis zum Mittag kaum von der Stelle bewegt. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1342 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Starke Impulse blieben zunächst aus.
06.12.2018 13:25

Der Schweizer Franken legte derweil gegenüber dem Euro wie auch dem Dollar leicht zu. Ein Euro kostet am Mittag 1,1306 Franken. Der Dollar notiert zum Franken auf 0,9968.

Unter den grossen Währungen erhielt der japanische Yen deutlichen Zulauf, der Schweizer Franken legte leicht zu. Marktteilnehmer erklärten die Suche der Anleger nach sicheren Häfen mit der schlechten Stimmung an den Börsen. Diese wurde belastet durch die Verhaftung der Huawei-Finanzchefin in Kanada, die auf Geheiss der USA bereits am 1. Dezember erfolgte und erst jetzt bekannt wurde.

Der Vorfall birgt politischen Sprengstoff, weil der Telekom-Riese Huawei eines derjenigen chinesischen Unternehmen ist, die stellvertretend für den strategischen Wirtschaftskonflikt zwischen den USA und China angesehen werden.

Ein Vertreter des chinesischen Handelsministeriums gab sich am Donnerstag jedoch unbeeindruckt und verwies auf Fortschritte in den Handelsgesprächen der beiden grössten Volkswirtschaften der Welt. Er lehnt es ab, die Verhaftung der Huawei-Managerin zu kommentieren.

Am Donnerstag dürften die Anleger am Devisenmarkt auch auf die zahlreichen amerikanischen Konjunkturdaten blicken. Aufgrund des Staatstrauertages wegen des Todes des ehemaligen US-Präsidenten George H. W. Bush werden sämtliche Wirtschaftszahlen, die eigentlich am Mittwoch veröffentlicht werden sollten, nachgereicht. Im Blickpunkt dürften Zahlen vom Arbeitsmarkt und zur Stimmung im grossen Dienstleistungssektor stehen.

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(AWP)