Devisen: Euro bewegt sich vor US-Jobdaten kaum - Zum Franken im Minus

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat sich am Freitag vor neuen Arbeitsmarktdaten aus den USA so gut wie nicht von der Stelle bewegt. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1101 US-Dollar und damit geringfügig weniger als am Morgen.
04.11.2016 12:39

Zum Franken gab der Euro im Verlauf des Morgens dagegen leicht nach. Er hält sich indes knapp über der Marke von 1,08 halten und geht am Mittag bei 1,0803 CHF um. Im weiteren Tagesverlauf rechnen die Devisenexperten der ZKB mit einer Seitwärtsbewegung. Auch der US-Dollar gab gegenüber dem Franken nach. Er geht am Freitag-Mittag bei 0,9730 CHF um.

Starke Impulse waren im Vormittagshandel nicht zu beobachten, weswegen die Kursbewegungen am Devisenmarkt generell überschaubar blieben. Der Nachmittag steht jedoch klar im Zeichen der US-Geldpolitik. Es wird der monatliche Regierungsbericht vom Arbeitsmarkt erwartet, der grosse Bedeutung für den kurzfristigen Kurs der amerikanischen Notenbank Fed hat.

Fachleute rechnen mit einem soliden Stellenzuwachs, sinkender Arbeitslosigkeit und einem etwas stärkeren Lohnanstieg. Dies würde den Weg zu einer Zinsanhebung im Dezember weiter frei machen. An den Finanzmärkten wird ein Zinsschritt zum Jahresende hin zu fast 80 Prozent erwartet.

Allerdings dürfte der Ausgang der Präsidentschaftswahl in der kommenden Woche einen sehr grossen Einfluss auf die US-Geldpolitik ausüben. Obwohl sich die Fed betont unpolitisch gibt, um den Vorwurf politischer Parteinahme zu vermeiden, sehen Fachleute klare Auswirkungen des Wahlausgangs auf den kurzfristigen Notenbankkurs. Im Falle eines Wahlsiegs des Republikaners Donald Trump rechnen viele Analysten zumindest mit einer Verschiebung der Zinsstraffung ins kommende Jahr.

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(AWP)