Devisen: Euro bewegt sich zu US-Dollar und Franken nur leicht

Der Euro hat sich am Dienstag bis zum Mittagshandel gegenüber dem US-Dollar und dem Franken nur wenig bewegt. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1938 US-Dollar und damit nur etwas weniger als am Vormittag.
12.09.2017 13:20

Zum Franken zeigt sich die Gemeinschaftswährung hingegen bei 1,1454 CHF etwas besser behauptet als noch am Morgen. Auch der US-Dollar macht zum Franken etwas Boden gut und steht mit 0,9596 CHF nur knapp unter der 0,96er Marke. Gerade mit Blick auf die am Donnerstag anstehende Lagebeurteilung der SNB rückt der Franken aktuell wieder etwas stärker in den Fokus. So dürfte sie ihre expansive Geldpolitik ein weiteres Mal bestätigen. Die seit Wochen anhaltende "Frankenschwäche" sei kein ausreichender Grund für eine Kursänderung, meinen Experten. Eine leicht andere Wortwahl der Währungshüter wird gleichwohl nicht ausgeschlossen.

Während die Kursbewegung zwischen dem meistgehandelten Währungspaar Euro und Dollar gering blieb, legte das britische Pfund zu beiden Währungen um jeweils fast ein Prozent zu. Und auch zum Franken steht das Pfund aktuell um gut ein Prozent im Plus. Auslöser sind Inflationsdaten aus Grossbritannien, die nicht nur über den Markterwartungen, sondern auch über der im Inflationsbericht zu findenden Prognose der britischen Notenbank lagen. Mit 2,9% befand sich die Inflationsrate im August zudem deutlich über dem Preisziel der Bank of England von zwei Prozent.

Am Markt nahmen die Spekulationen auf eine Zinsanhebung der britischen Notenbank zu, woraufhin das Pfund stieg. Fachleute halten eine Zinsstraffung aber für unwahrscheinlich, weil dadurch die ohnehin schwächere Konjunktur zusätzlich gebremst würde. Allerdings gilt es als denkbar, dass am Donnerstag, wenn die Notenbank neue Entscheidungen bekanntgibt, die Stimmen der Befürworter von Zinsanhebungen lauter werden.

Im weiteren Handelsverlauf werden in den USA einige Konjunkturdaten veröffentlicht. Diese sind jedoch der zweiten Reihe zuzuordnen, sie haben also geringere Marktrelevanz. Es werden das Mittelstandsbarometer NFIB und der Bericht über offene Stellen am Arbeitsmarkt Jolts veröffentlicht. Im Euroraum meldet sich EZB-Vizepräsident Vitor Constancio zu Wort.

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(AWP)