Devisen: Euro bleibt gefragt - Auch das Pfund gewinnt zum Dollar

Der Euro hat sich am Donnerstag auf dem erhöhten Niveau des Vortages behauptet. Im New Yorker Handel übersprang die Gemeinschaftswährung kurz die Marke von 1,0750 US-Dollar, was den höchsten Stand seit fast fünf Wochen bedeutete. Zuletzt wurden gar 1,0762 Dollar für einen Euro bezahlt.
16.03.2017 20:38

Auch der Franken legte zum US-Dollar zu. USD/CHF ging am Abend bzw. zu 0,9964 um nach 0,9957 am frühen Abend. EUR/CHF stieg leicht auf 1,0722 von 1,0690.

Insgesamt behauptete sich der Euro am Donnerstag auf Augenhöhe mit seinem Stand vom Mittwoch, als er deutlichen Auftrieb durch die amerikanische Geldpolitik erhalten hatte. Zwar hatte die US-Notenbank Fed ihren Leitzins wie erwartet weiter angehoben. Entgegen der Erwartung einiger Experten blieb sie aber Hinweise auf ein künftig rascheres Straffungstempo schuldig. Der Dollar fuhr daraufhin Verluste ein, von denen er sich auch am Donnerstag nicht erholen konnte.

Zusätzliche Unterstützung erhielt der Euro durch den Wahlausgang in den Niederlanden. Dort schnitt der Rechtspopulist Geert Wilders bei den Parlamentswahlen überraschend schwach ab. Hingegen konnte die Partei des derzeitigen Regierungschefs Mark Rutte klar die meisten Stimmen erringen. Trotz einer absehbar schwierigen Regierungsbildung erhielt der Euro durch die Schlappe des europakritischen Wilders Auftrieb.

Deutlich nach oben ging es am Donnerstag für das britische Pfund. Auslöser waren Äusserungen seitens der britischen Notenbank. Nachdem diese bekanntgegeben hatte, ihren Leitzins auf dem historischen Tief von 0,25 Prozent zu halten, sorgte die Mitschrift der Zinssitzung für Aufsehen. Nicht nur, dass erstmals seit längerem ein Notenbanker wieder eine Zinsanhebung forderte. Auch scheint es im geldpolitischen Ausschuss andere Zentralbanker zu geben, die nicht weit von einer solchen Forderung entfernt sind. Das Pfund legte daraufhin spürbar zu.

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(AWP)