Devisen: Euro bleibt im New Yorker Handel unter Druck

Der Kurs des Euro ist am Montag auch im New Yorker Handel unter Druck geblieben. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung mit 1,0746 US-Dollar nur geringfügig mehr als im späten europäischen Geschäft.
06.02.2017 21:29

Zum Franken hat sich die Gemeinschaftswährung am Abend auf 1,0651 nach 1,0660 CHF am Nachmittag weiter abgeschwächt. Auch der Dollar hat zum Franken abgegeben, und zwar auf 0,9912 nach zuvor 0,9927 CHF.

Als Grund für die Euro-Schwäche sahen Devisenexperten eine Rede der französischen Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen. Die Vorsitzende des rechtsextremistischen Front National hatte am Wochenende den Wahlkampf radikalen Aussagen gestartet und den Austritt Frankreichs aus der Eurozone gefordert.

Derweil betonte EZB-Präsident Mario Draghi vor Mitgliedern des Europaparlaments in Brüssel die Unumkehrbarkeit des Euro. Zudem verwahrte sich der oberste Währungshüter der Eurozone gegen Vorwürfe aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump, den Euro künstlich schwach zu halten, um dem Euroraum Wettbewerbsvorteile im Welthandel zu sichern.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0712 (Freitag: 1,0741) Dollar festgesetzt, der Dollar kostete damit 0,9335 (0,9310) Euro.

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(AWP)