Devisen: Euro bleibt über 1,12 USD - zum Franken leicht im Minus

FRANKFURT (awp international) - Der Eurokurs hat am Montag keine klare Richtung gefunden. Moderate Verluste vom Vormittag wurden im Nachmittagshandel weitgehend ausgeglichen. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1225 USD und damit geringfügig weniger als am Morgen.
12.09.2016 17:03

Auch zum Franken machte der Euro nach dem Mittag keine grossen Sprünge. Er sank leicht und kostet am späten Nachmittag 1,0927 CHF. Der US-Dollar verlor gegenüber dem Franken ebenfalls leicht und geht am Montagnachmittag bei 0,9734 CHF um.

Die Devisenmärkte stehen weiterhin stark unter dem Einfluss der Geldpolitik grosser Notenbanken. Ein grosses Thema ist der kurzfristige Kurs der US-Notenbank Fed, die in der kommenden Woche über ihren Leitzins entscheiden wird. Eine Fortsetzung der Ende 2015 begonnenen Zinswende gilt derzeit zwar als unwahrscheinlich. Allerdings hatten jüngst einige Äusserungen ranghoher US-Zentralbanker einen Zinsschritt im September etwas wahrscheinlicher werden lassen. Hiervon konnte der US-Dollar etwas profitieren.

Ein weiteres Thema ist der augenscheinliche Trend, dass immer mehr Notenbanken vor einer zusätzlichen Lockerung ihrer Geldpolitik zurückschrecken. Als prominentestes Beispiel gilt die EZB, die ihre Wertpapierkäufe in der vergangenen Woche nicht verlängert hatte. "Die jüngsten Zentralbankentscheidungen legen den Schluss nahe, dass mit der uneingeschränkten Bereitstellung von billigem Geld erst einmal Schluss sein dürfte", kommentierten Ökonomen vom Bankhaus Metzler. Der Eurokurs wurde durch die EZB-Entscheidung gestützt, was ein Gegengewicht zu dem festen Dollar darstellte.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84475 (0,84558) GBP und 114,38 (115,85) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1324,60 (1330,85) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37 390,00 (37 400,00) Euro.

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(AWP)