Devisen: Euro bleibt unter Druck - Auch zum Franken im Minus

FRANKFURT (awp international) - Der Euro steht am Freitag weiter unter Druck. Im Tief fiel die Gemeinschaftswährung bis auf 1,0878 USD. Das war der tiefste Stand seit März. Bis zum Mittag erholte sich der Euro nur leicht und stieg zuletzt auf knapp 1,0894 UDS.
21.10.2016 12:57

Auch zum Franken hat der Euro im Verlauf des Morgens nachgegeben. Er kostet am Freitagmittag 1,0829 CHF. Solange das EUR/CHF-Paar nicht über die Marke von 1,09 CHF steige, bleibe es in einer Abwärtsbewegung, schreiben die Devisenexperten der ZKB. Nach unten würden Kursverluste unter 1,0790 zu massivem Druck führen.

Der US-Dollar zeigte sich gegenüber dem Franken ebenfalls leicht im Minus. Er geht am Mittag bei 0,9941 CHF um. In den nächsten Tagen scheine aber für den Dollar ein Test des psychologischen Widerstandes von 1,00 CHF möglich, schreiben die Experten weiter.

Am Devisenmarkt wirkten Äusserungen von EZB-Präsident Mario Draghi vom Donnerstag nach. Nach der Zinssitzung der Notenbank hatte sich Draghi zwar mit konkreten Aussagen weitgehend zurückgehalten. Letztlich setzte sich an den Finanzmärkten aber die Meinung durch, dass die Geldschwemme der Notenbank wohl noch längere Zeit anhalten werde. Häufig wurde auf die Bemerkung Draghis verwiesen, dass ein abruptes Ende der Anleihekäufe unwahrscheinlich sei.

Konjunkturdaten stehen am Freitag nur wenige an. Allerdings werden sich einige ranghohe Notenbanker aus den USA zu Wort melden. Äusserungen aus den Reihen der US-Notenbank kommt derzeit ein besonders hohes Interesse zu, da nach wie vor unklar ist, wann die Fed ihre Ende 2015 begonnene Zinswende wieder aufnehmen will.

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(AWP)